In einer Zeit, in der unter kreativem Videospieldesign verstanden wird, die Personen in einem 3D Shooter möglichst realistisch auf unterschiedliche Projektile reagieren zu lassen, oder so viele Spieler wie möglich in eine möglichst große virtuelle Welt zu pferchen, nur damit sie dann stundenlang darin herumlaufen ohne irgendwas anderes als Landschaft zu sehen, grenzt es fast schon an ein Wunder, mal wieder was richtig kreatives zu sehen. Nun gut, das Spiel von dem ich rede stammt von keiner der großen Spieleschmieden und wird höchstwarscheinlich auch auf keiner der ach so gerühmten Chartlisten aufscheinen (oder…), aber das Konzept hat mich von Anfang an begeistert!
Angefangen hat alles von ca. eineinhalb Jahren, als auf der Kloonigames Seite im Rahmen der “Monthly Games” ein neues experimentelles Spiel veröffentlicht wurde, das auf den Namen Crayon Physics hörte. Ziel dieses Spiels war es, einen kleinen, roten Ball in einem Ölkreidenbild zu einem gelben Stern zu bugsieren, nur durch das Zeichnen von Rechtecken, die sich physikalisch korrekt verhielten. Sehr primitiv, aber ziemlich genial.
Eine zeitlang passierte dann gar nichts mehr, bis Petri (so heißt der Typ hinter Kloonigames) in seinem Blog verkündete, es würde ein Crayon Physics Deluxe kommen. Und diesmal würde man zeichnen können, was man wollte, nicht nur Rechtecke. Als dann auch noch ein Video gespostet wurde, in dem man das Spiel in Aktion sah, stand für mich fest: Das musste ich haben!
Leider dauerte es aber noch ein wenig, bis Crayon Physics Deluxe verfügbar wurde. Vor genau 21 Tagen, am 7. Jänner 2009 war es dann endlich soweit, und eine Kreditkartennumer später hatte ich das Spiel auf der Festplatte. Nun war nur noch eine kleine Hürde zu nehmen: Crayon Physics Deluxe war ein Windows Spiel und als solches unter Linux nicht so ohne weiteres lauffähig. Aber gottseidank lief es unter wine ohne Probleme. Und so konnte ich mich ins physikalisch korrekte Spielvergnügen stürzen.
Und ich kann nur sagen: Einfach geil! Und jeder noch so schräge Lösungsweg kann ausprobiert werden.
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Hellfire Festival 2009
Am vergangenen Samstag war es endlich wieder mal soweit! Wir packten so viele Kollegen und -innen wie möglich ein, um im Gruppenrahmen und mit Hilfe der ÖBB gen Innsbruck zu ziehen. Sogar unser getreuer Festivalkollege Wuk kam dafür aus Salzburg angereist. So was machen wir natürlich nicht ohne Grund! In diesem Fall hieß der Grund Hellfire Festival. Aber eigentlich ging es uns hauptsächlich um die Headliner Band. Das waren natürlich niemand anderes als Lost Dreams, die zur Zeit in neuer Besetzung ein wenig herumtouren. Da mussten wir natürlich beim Heimspiel dabei sein. Besonders weil ein uns sehr gut bekannter Bassist mit von der Partie war.
Pünktlich um Zehn vor Sieben bestiegen Marion, Maleen, Wuk und ich den Bus nach Innsbruck (Wuk war übrigens nur wenige Minuten zuvor bei mir zuhause eingetroffen). Im Laufe der Fahrt stiegen immer mehr Kollegen zu, bis wir schließlich am Terminal in Innsbruck zu Elft den Bus verließen. Danach machten wir uns sofort daran Vorräte für die uns bevorstehende Wanderung zu beschaffen. Und das taten wir in der nahegelegenen Tankstelle.
Bepackt mit verschiedensten Dosenbieren und teilweise auch mit Fleischkäse oder anderen -semmeln starteten wir dann in Richtung
Hafen. Allerdings hatten wir uns mit der Ressourcenplanung ein wenig vertan, weswegen wir kurz vor dem Ziel erneut eine Tankstelle aufsuchen mussten.
Als wir dann endlich den Hafen erreicht und den Eintritt bei Hannes bezahlt hatten, führte unser nächster Weg gleich wieder zum – was meint ihr wohl – Bier.
Die restlichen Besucher hielten sich noch zurück, sowohl feiertechnisch wie auch zahlenmäßig, wodurch sich die ganze Situation
sehr übersichtlich gestaltete. Also bin ich erst mal die Runde gelaufen und hab allen bekannten Leuten die Hand geschüttelt (eigentlich nicht gerade intelligent, genau während der Grippewelle). Auf der Bühne gaben sich gerade “Deathplagued” die Ehre und nach zahlreichen Überlegungen und Spekulationen über den Sänger, der sehr nach ZeroFour aussah, fiel irgendwann mal das Wort “Nebenprojekt”. So ziemlich genau zu dem Zeitpunkt, an dem ich Hannes traf (den ZeroFour Hannes, nicht den Spörr).
Es wurde getrunken, geredet, den sanften Todesmetallklängen der Bands gelauscht und fotografiert. Nun gut, fotografiert haben nur Wuk und ich.
Zahlreiche Fotos, Biere und Radler später betratend Lost Dreams endlich die Bühne. Und von diesem Zeitpunkt an wurde noch viel mehr getrunken und
fotografiert. Aber viel weniger geredet. Der neue Sänger machte ziemlich viel Show und die Leute vor der Bühne waren ziemlich fleißig beim Pogen. Ich hielt mich nach meinem fototechnischen Unfall vom Metal Camp aber eher von der Moshpit fern.
Nach dem Konzert und nachdem sich ein Großteil des Publikums verstreut hatte, fassten auch wir den Entschluss, andere Gefilde aufzusuchen. Ziel der Wahl war in diesem Fall das Abyss, und dort war es auch, wo wir die Stunden bis zum Morgen verbringen sollten. Und das in Gesellschaft unserer Freunde Jägermeister und Zipfer Bier in Flaschen. Zach wars.
Das Saufpark Jahr 2008
Nachdem ich den letzten Jahresrückblick irgendwie verschlafen habe, werde ich mich diesmal ganz besonders bemühen! Also, was haben wir erlebt, im Jahr 2008? Nun begonnen hat alles mit einem Feuerwerk, dessen Klasse ich hier nicht öffentlich nennen möchte. Geschah aber alles mit Einwilligung der Gemeinde und der jeweiligen Grundbesitzer, unter Einhaltung aller Sicherheitsabstände und unter Aufsicht von zwei, bis kurz nach Mitternacht völlig nüchternen, Pyrotechnikern. Das Bodenfeuerwerk war zwar irgendwie mehr Rauch als Feuer, aber die Raketen waren ziemlich schön. Und auch die Abschlußbombe, die im Grunde eigentlich nur groß und sonst nichts war und deshalb recht gemischte Reaktionen auslöste, gefiel mir ziemlich gut.
Knapp nach Silvester erwischte mich dann ein Grippaler Infekt (obwohl das wahrscheinlich keinen interressiert, aber mir wurscht). Und am ersten Wochenende des neuen Jahres verabschiedeten wir uns dann von Sandra, die wieder nach Schweden zurückkehrte.
Als nächstes folgte der Jungbauernball Kolsass, bei dem eigentlich nichts aussergewöhnliches passierte. Nur beim Onlinestellen der Fotos von besagtem Event verabschiedete sich eine meiner Partitionen ins Nirvana, was die Veröffentlichung empfindlich verzögerte und ein paar Leute ungeduldig werden ließ.
Als nächstes wurden wir dann vom Fasching erfasst. Aber so richtig. Der war heuer nämlich ziemlich kurz. Aber dafür auch
ziemlich intensiv. Zuerst das Mullerschaugn in Fritzens, das wir bis zum bitteren Ende ausnutzten, und am selben Wochenende im selben Dorf der Faschingsumzug, an dem die Kolsasser Jungbauern mit ihrem “Viva Las Vegas” Wagen, und mit ihnen auch ich als treuer Fotograf, teilnahmen. Der zugehörige Ball fand übrigens im selben Zelt wie das Mullerschaugen statt. Und über das Ende im Steixner und über die Eristoff Ohren schreib ich mal nix.
Die nächste Station im Fasching war dann das Mullerschaugen im Hödnerhof, das ursprünglich eigentlich gar nicht auf dem Plan stand. Eigentlich wollte ich einen ruhigen Abend verbringen, da ich am kommenden Morgen wegen dem Schwazer Umzug ja ziemlich früh aus den Federn musste. So begann alles ganz gemütlich mit einem Bier bei Domi. Dort meldete Wambi aber an, ihn
würde das Mullerschaugn in Mils doch ein wenig interressieren. Und da ich schon immer was für spontane Saufereien übrig hatte, schloß ich mich natürlich an. Oben sah es Anfangs aber nicht so aus, als könnte eine fetzige Party draus werden, doch als die Mullergruppen alle aufgetreten waren und sich immer mehr Leute in den hinteren Bar- und Diskobereich begaben, fings langsam an, lustig zu werden. Aber, wie’s so schön heißt: Wenn’s am lustigsten ist. Deswegen bin ich um 4 Uhr heim. Das machte das Aufstehen zum Schwazer Umzug nicht unbedingt leicht. Aber gegangen ist es, und irgendwann sind wir
auch in Schwaz gelandet. Nur einen Treppenradgummi haben wir auf der Bundesstraße verloren. Am Umzug gab’s ein wiedersehen mit Wagennachbarn vom Fritzner Umzug, und mit deren Eristoff-Wolf-Kappen. Und der Patschenball
in der Tennishalle war recht flüssig. Deshalb bin ich auch schon gegen 11 Uhr nach Hause.
Am Unsinnigen stand natürlich wieder mal der Ball im Kolsasser Gemeindesaal auf dem Programm. Arbeiten bin ich danach natürlich nicht mehr. Lange hat’s dann auch nicht mehr gedauert, und der Faschingsdienstag war da. Den hab ich erst relativ spät begonnen. Nämlich so gegen
Mittag. Und ich bin
mit dem Bus rauf. Die Kolsasser Jungbauern nahmen nicht teil, weil der Alkoholausschank auf den Wagen dieses Jahr spontan verboten wurde. Viele Vereine der Umgebung taten es ihnen gleich, was dazu führte, dass ganze 8 (geschätzt) Wagen am Umzug teil nahmen. Trotzdem hat’s lange genug gedauert. Gegen halb Vier war’s, als ich mich nach Hause aufmachte. Und einen lessigen Song hab ich an diesem Tag im Down Under kennengelernt: Paper Planes von M.I.A. Und das war’s dann mit dem Fasching.
Als nächstes gab’s erst im März wieder erwähnenswertes. Nämlich das St. Patricks Day Konzert im Treibhaus,
bei dem sich Puke, Burning Mind und Catstep die Ehre gaben. Etwas später in diesem Monat suchten wir Geri in Leoben heim. Und dann war auch schon April. Und in eben diesem Monat wohnten wir
einem Konzert von aCross, Mikes damaliger Zweitband, bei.
Und schon nähern wir uns mit Riesenschritten dem Maifest in Weer. Ende April hab ich noch kurz mit ein wenig Uranin auf meinem Dach herumgespielt und dann war er da, der 1. Mai. Leider ohne Maifest Weer. Das war nämlich wegen des schlechten Wetters am Vormittag verschoben worde. Stattdessen gaben wir uns die anderen verfügbaren Maifeste, die da waren Volders und Wattens. Und gleichzeitig haben wir Mario und Mias Abschied ein wenig gefeiert. Das Maifest Weer
kam leicht verspätet am Vierten daher. Aber mit der üblichen Durchschlagskraft. Und den Kolsasser Fußballmädels haben wir auch noch zugeschaut, am Vierten. Zugemacht hat das Maifest aber schon relativ früh, so gegen 1 Uhr. War aber auch nicht besonders warm.
Mitte Mai gab’s
das Hellfire Reloadet Festival im Hafen. Natürlich waren Lost Dreams mit von der Partie und Zero Four. Und nach Hause bin ich mit einem der ersten Züge.
Etwas später im Monat wurde uns die “Italy Night” der Kolsasser Feuerwehr beschehrt. Warum die nach all den Jahren als “Karibik Night” nun plötzlich italienisch geworden ist kann ich aber auch nicht sagen. Jedenfalls waren wir da und gewillt, bis zum Morgengrauen zu feiern. So weit kams allerdings nicht, da um 4 Uhr Schluß war, was uns dazu brachte, die heimatliche Bar aufzusuchen und dort weiterzufeiern. Gefolgt von einer Mario Kart Session. Lustig wars…
Ebenso lustig war das Frühschoppen am darauffolgenden Morgen (Mittag eigentlich). Aber wer braucht schon Schlaf.
Zwischendrin, bei einem Innsbruck Wochenende, hab ich durch Zufall die Matreier Mädels getroffen, die sich früher immer zusammen mit uns die Nächte im Titty um die Ohren geschlagen hatten. Die haben übrigens gepoltert.
Dann war der 25. da und ich hisste Pflichtbewusst meine “Don’t Panic” Handtuchflagge um dem Tod von Douglas Adams zu gedenken.
Die nächste Herausforderung kam in Form des
Club 3 Open Airs. Diesmal hatte ich aber nur am Samstag Zeit, und auch da sah es ursprünglich so aus, als würde alles ins Wasser fallen (buchstäblich). Den Großteil des Abends haben wir nämlich damit verbracht, auf der Terrasse vom Baumala auf das Ende der Regenschauer zu warten. Ist aber noch ganz lustig geworden in Fritzens. Und geendet hat alles im Ruetz in Wattens beim Frühstücken.
Im Juni hielt mich dann die Hochzeit eines Arbeitskollegen davon ab, das
Buchenfest in seiner vollen Länge und Härte mitzuerleben. Aber da die Hochzeit zufälligerweise in Gnadenwald stattfand, und ich nach der Hochzeit zufälligerweise kein Taxi bekam, bin ich noch gach einen Sprung rüber.
Eine Woche später schwappte die rot-weiß-rote 5 Euro Bier Welle, genannt EM, schließlich auch
über uns, weshalb wir einige Male gen Innsbruck zogen, um die zahlreichen Fanzonen und -meilen unsicher zu machen. Eine ganze Stadt in Festivalstimmung mit allem was dazugehörte. Inklusive Security Schleusen und schlechten Sanitäranlagen. Wobei es sich bei
besagten Sanitäranlagen großteils um Hauswände in der Altstadt handelte, was bei den Anwohnern für ganz andere Stimmungen sorgte. Aber den Party- und Fußballfans war das ziemlich wurscht. Wir, für unseren Teil, verbrachten die Fanzonen Zeit großteils vor Tom’s Stand in der Maria Theresienstrasse (der mit Abstand der lauteste war). Das Spiel Österreich-Polen ausgenommen, denn das
erlebten wir sogar in der unvergleichlichen Atmosphäre des Berg Isel Stadions. Der anschließende Zug der Österreich Fans vom Bergisel in die Innenstadt war ebenso unvergleichlich. Und das obwohl das Spiel unentschieden ausgegangen war. Nicht auszudenken, was bei einem Sieg passiert wäre. Auf jeden Fall kann man zusammenfassend sagen: Die EM Tage begannen früh und endeten spät. Eine geile Zeit war’s! Und das, wo ich zu Anfang doch ein totaler EM Gegner war. Tja…
Nachdem die EM überstanden war, und der Uringeruch langsam wieder aus der Innenstadt verschwand, fing ich an, mir über die Fertigstellung der Kist LaBoum 2.0 Gedanken zu
machen, denn das Metal Camp ’08 rückte immer näher. Pünktlich zwei Tage vor Anbruch unserer Reise wurde sie dann auch endlich fertig und wir konnten am 3. Juli beruhigt gen Tolmin ziehen, dem Hell over Paradise ’08 entgegen, auf dem wir diesmal eine ganze Woche bleiben würden. Und was soll ich sagen? Zach war’s! Eine ganze Woche Festival! Zach! Und als hätte das nicht gereicht, gab’s nicht mal eine ganze Woche
später schon das Kolsassberger Schlossfest. Freitag war lessig, Samstag war nicht ganz so gut und außerdem immer wieder von Regenschauern durchzogen. Ebenso von Regenschauern geplagt war das Volderer Dorffest, dessen Auftakt wir wieder im Baumala zubrachten, auf das Ende des Regens wartend. Geendet hat alles wieder in der Bar und wieder mit Mario Kart. Schräg…
Das
Terfner Seefest fiel dieses Jahr wieder mal auf einen ganz besonderen Termin. Nämlich auf den Geburtstag von Maggi, meinem Bruder und meiner Wenigkeit. Das musste natürlich ordentlich gefeiert werden.
Mitte August hieß es dann wieder mal rauf nach Innsbruck, zur
Harley’s Open House Party. Und die war wieder mal gigantisch. Zwar hat’s
am Freitag geschüttet wie aus Kübeln, aber das hat uns nicht vom Feiern abgehalten. Am Samstag war’s trocken, dafür aber auch gestoßen voll. Wie üblich eben. Und beide Tage ging’s danach noch schnell ins Abyss. Und vorher eigentlich auch.
Schön langsam begann sich der Sommer seinem Ende hinzuneigen und abschließend konnte man sagen: So eine Scheiß Wetterverteilung! Unter der Woche war’s immer heiß und sonnig, aber die ganzen Festln an den Wochenenden hat’s fast durch die Bank verregnet. Aber wirklich fast jedes einzelne. Tja…
Ende August riefen
Lost Dreams zum Videodreh auf, für den sie noch Partystatisten brauchten. Und als treue Fans folgten wir dem Ruf natürlich. Ganz nebenbei musste unser Domi auch noch als Bassist einspringen, weil der ursprüngliche die Band einen Tag vorm Videodreh verlassen hatte. Die Dreharbeiten gestalteten sich auf jeden Fall recht lustig, was höchst warscheinlich auch daran lag, dass die Getränke echt waren. Deshalb war ich auch schon dementsprechend gut am Weg, als ich mich im Shakespears mit Kollegen traf um weiter um die Häuser zu ziehen. Das resultierende Video ist übrigens vor ein paar Tagen rausgekommen und auf YouTube zu bewundern.
Ziemlich genau eine Woche später veranstalteten die Kolsasser Jungbauern die “Summer Rock Night”, dieses Jahr sogar mit einer meiner lokalen Lieblingsbands: Puke. Der Platz vor der Bühne war zwar nicht so üppig gefüllt, wie bei einem ihrer Konzerte im Treibhaus, aber wir hatten einen mords Spass. Ich hatte noch am Dienstag Muskelkater vor lauter Herumspringen. Wie dem auch sei, am Tag nach der Summer Rock Night fand das Rohrfest
statt. Wie schon beim letzten Mal hielt sich auch diesmal der Andrang in Grenzen. Aber trotzdem wurde fleißig gefeiert. Gewisse Leute fühlten sich sogar dazu genötigt, auf der Theke stehend lautstark durchs Mikrofon zu singen…
Die Woche drauf veranstalteten die Weerer Muller (glaub ich) ein
Seifenkistenrennen auf der Weerbergstraße. Anlässlich dieses Ereignisses fanden wir uns auch an der Rennstrecke ein, um die unzähligen, todesmutigen Rennfahrer anzufeuern. Dummerweise hatte ich an diesem Abend noch eine zweite Hochzeit, auf der ich tanzen musste (nur sprichwörtlich). Deswegen habe ich mich auch gegen 21 Uhr von der feiernden Menge losgerissen (und das, wo’s gerade total lessig war) und bin nach Innsbruck, wo ich mit Stephi und einer alten
Schulfreundin von ihr verabredet war. Ganz nebenbei öffnete an diesem Tag auch das Jailhouse zum ersten Mal seine Pforten, und zwar im Lokal des ehemaligen Yellowstone.
Und das war’s eigentlich auch schon so ziemlich. Seitdem ist nicht mehr viel erwähnenswertes passiert. Nunja, Jörg Haider ist gestorben, aber das passt eigentlich nicht wirklich hierher. Gut, erwähnt gehört es schon. Schade um ihn!
Ach, und der Saufpark hat eine neue alte Couch bekommen. War auch langsam mal Zeit!
Der Advent hat uns noch ein paar Glühkindlmarktbesuche beschert, deren Fotos aber leider nicht die nötige Qualität aufweisen, um sie auf saufpark.at zu veröffentlichen. Vielleicht stelle ich aber die Fotos vom Glühweintrinken bei der Mitternachtsmette am 24. online. Schau ma mal…
Auf jeden Fall war’s wieder mal ein interressantes Jahr, auch wenn der Sommer ziemlich verregnet war, und der Winter noch nicht allzuviel Schnee hervorgebracht hat. Freuen wir uns trotzdem auf die kommende Saufpark Silvesterparty und auf das Jahr 2009, das auch noch das Andreas Hofer Gedenkjahr wird.
Metal Camp ’08 – Day 4
Tag Nummer Vier, der letzte Tag im Leben meiner Kamera, begann wie immer viel zu früh. Diesmal zog unsere Truppe verhältnismäßig geschlossen rein
nach Tolmin, auf einen Kaffee und vielleicht ein paar Bier und möglicherweise ein paar Toilettenbesuche. So um Zehn Uhr herum war’s, als wir in einem nicht so gemütlichen Cafe saßen, nicht so wirklich guten Kaffee tranken und ziemlich einstimmig der Meinung waren, ein Lokalwechsel wäre von Nöten. Das Lokal unserer Begierde (das mit dem “Besten Kaffee der Welt”), war diesmal hoffnungslos überfüllt, aber mit etwas gutem Willen schafften wir es dennoch, einen Tisch zu ergattern. Auch wenn nicht alle von uns wirklich sitzen konnten. Machte aber nix. Es hat ja dann auch nicht wirklich lange gedauert, bis eine der großen Zeltfestbänke frei wurden und wir endlich wieder alle einen Platz hatten. Das war sozusagen der Anfang vom Ende. Dabei begann alles recht harmlos. Mit einem Frühstück aus Schinken, Käse und Brot, welches Philipp und Co herbeigeschafft hatten. Wärend dieses Mahls schwenkten einige unserer Leute schön langsam von Kaffee und Wasser wieder auf Härteres um. So drängte sich still und heimlich
wieder unser alter Freund, der 1.70? Wodka Juice, in den Mittelpunkt.
Am Nebentisch waren mittlerweile einige bekannte Gesichter aufgetaucht. Nämlich Alesh nebst ein paar anderen trinkfreudigen Kollegen. Ich glaub ein Schwede war auch dabei.
Was mir während unseres freudigen Trinkens immer mehr auffiel, war der zunehmende Unwille meiner Kamera, irgendwelche Bilder scharfzustellen. Und diesmal hatte es ausnahmsweise nichts mit alkoholbedingten Ausfallerscheinungen meiner Visuellen Warnehmung zu tun. Schon den ganzen Tag war meine S3IS ein wenig fotofaul gewesen, aber langsam wurde es fast unmöglich, sie zum Auslösen zu bewegen. Ein
Gruppenfoto ging sich noch aus, ein paar Sauffotos, ein paar “Wir bemalen Maleen und Dave” Fotos und Fotos von dem Mädel, dessen Freundes Ärger einer unserer Osttiroler auf sich gezogen hatte, weil er sie mit Bussi Links Bussi Rechts begrüsste, was in Slowenien anscheinend nicht so wirklich üblich ist, wie ich von ihr erfuhr. Zudem wurde mir erklärt, das Alkoholverbot für unter 18jährige würde für die Dauer des Festivals nicht so streng gesehen, was die Minderjährigen Tolmins sehr erfreute.
Nachdem ich mit dem Mädel ausgiebig geplaudert hatte (so ausgiebig, wie es ihre und meine Englischkenntnisse eben zuließen), gesellte ich mich, bewaffnet mit noch ein paar von den Sonnengelben Freudenspendern um 1.70, wieder zu unserer Truppe. Und auch der Nachbartisch wurde zunehmend involviert.
Der Rest des Tages ist mir leider nicht mehr wirklich so gut in Erinnerung, wie er sein müsste, damit ich ihn angemessen beschreiben könnte. Also nehme ich die Erzählung am besten an der Stelle wieder auf, wo sich der Schleier aus Wodka und Bier wieder ein wenig lüftet. Main Stage Areal wars. Obwohl ich glaube, die Zeit vorher großteils im Camp verbracht zu haben, traue ich mich nichts zu beschwören. Die Regenschauer des Nachmittags legen jedenfalls so eine Vermutung nahe. Aber wie gesagt wird meine Erinnerung erst am Main Stage Areal wieder so richtig deutlich, knapp vor Helloween (der Band, nicht dem amerikanischen Feiertag, den man mit ‘a’ schreibt), während des Soundchecks. Ich stand am Barzelt mit Martin (oder Domi) und machte eine Bemerkung von wegen, wenn ich der Roadie wäre, würde ich ganz laut “Arschpudern” ins Mikro schreien, weil’s ja sowieso nur die Hälfte der Leute verstehen könnte. Lustigerweise schallte nur wenige Augenblicke später ein lautes “Knulla Rumpan” durch das ganze Areal. Der Roadie hatte also Humor und konnte allem Anschein nach auch noch Gedanken lesen!
Wie es genau zuging kann ich nicht sagen, aber irgendwie waren knapp vor Beginn des Konzertes dann meherer unserer Leute im Barzelt versammelt. Domi und ich, unseres Zeichens treue Fans des guten alten Metals, mussten natürlich ganz nach vorne in die Menge. So liefen wir also in Richtung Bühne los, während sich zur gleichen Zeit die Leute vor der Bühne, aufgrund des spontan einsetzenden Regens, zu einer entgegengesetzten Bewegung entschieden. Das muß von hinten ziemlich lustig ausgesehen haben. So in etwa wie eine sehr, sehr unfaire mittelalterliche Schlacht.
Wir hielten natürlich das gesamte Konzert lang die Stellung an vorderster Front und ließen zu den bekannten Texten voller Innbrunst unsere engelsgleichen Stimmen erklingen. Ach ja, und ein bisschen geheadgebangt haben wir auch. Genaugenommen haben wir und der Rest der regenresistenten Fans uns die Seele aus dem Leibe gebangt.
Leider kommen hier wieder ein paar Erinnerungslücken. Ich hab irgendwie Peter getroffen (den Ralf Schumacher) und bin mit ihm bei Ministry gelandet. Ebenfalls in den vorderen Reihen. Diesmal aber mit weniger Regen und weniger Mitsingen. Dafür aber mit mehr Headgebange und viel mehr Gepoge. Schräg, die Ministry Version von “What a wonderful World”!
Die Heimkehr ins Camp gestaltete sich ein wenig feucht. Auf den Waldwegen hatten sich nämlich ziemlich große Pfützen gebildet, denen Peter im Dunkeln auszuweichen versuchte, während ich einfach mittendurch lief. Über unsere Tätigkeiten nach der Rückkehr ins Camp ist mir leider nicht mehr wirklich viel bekannt. Nur, dass unser Mastensignal aufgrund der übermässigen Feuchtigkeit ein wenig schneller lief, als geplant.
Soweit zum Tag 4.
Das Cola von Red Bull
Eigentlich wollte ich mich Anfangs ja nicht daran beteiligen, aber wenn’s jetzt sogar schon auf orf.at steht, geb ich auch mal meinen Senf dazu.
Angefangen hat das Ganze mit Dietrich Mateschitz, der ein eigenes Cola auf den Mark brachte, Red Bull Cola. Mein Bruder hasst es, ich finde es gar nicht so schlecht, weil es mich an die sauren Colafläschchen aus meiner Kindheit erinnert (die gibt’s aber immer noch, ich hab sie nur schon lange nicht mehr gekauft). Geschmackssache eben. Aber um den Geschmack geht es gar nicht. Gehen tut es bei diesem Cola um den Slogan: “Das Cola von Red Bull”, der anscheinend auch in Deutschland von den Plakatwänden lacht. Und so wie es aussieht ist es nur ein kleiner Teil des Slogans, nämlich das “Das”, das (das musste ich jetzt einfach schreiben! Viermal “das” hintereinander in einem Satz! Geil!) unsere lieben Nachbarn ziemlich ärgerlich macht. Jedenfalls wenn man der Bloglandschaft trauen darf. Dort wird nämlich eifrig diskutiert, warum Red Bull solche grammatikalischen Entgleisungen zulässt. Was in den meisten dieser Postings nicht berücksichtigt, aber in den Kommentaren fleißig von Österreichern korrigiert wird, ist die Tatsache, dass das “Das” (OK, ich hör ja gleich damit auf), in Österreich der korrekte Artikel des Colas, und Red Bull eben eine österreichische Firma ist.
Trotzdem schreibe ich hier nur Dinge, die auch in anderen Blogs schon tausendmal (grob geschätzt) erklärt wurden, aber ich wollte einfach auch einmal *g*
Hier noch ein Link stellvertretend für die ganzen Blogs zur Thematik:
www.alltagskakophonie.de
Metal Camp ’08 – Day 3
Wann genau der dritte Tag anfing weis ich nicht mehr, aber auf jeden Fall zu früh für den vorangegangenen Abend. Meine Stimme hatte ich anscheinend irgendwo auf der Second Stage liegengelassen, und die Chancen standen sehr schlecht, die dort jetzt noch zu finden. Also freundete ich mich schon mal mit dem Gedanken an, den Rest des Festivals ohne sie auszukommen. Stephi freundete sich w?hrenddessen mit fester Nahrung zum Frühstück an und diverse andere Leute freundeten sich mit den verschiedensten flüssigen Frühstücksarten an.
Lange dauerte es dann nicht und es wurden wieder die Stifte gezückt, um ein wenig patriotisch zu sein. Und kurze Zeit sp?ter waren alle Mitcamper hübsch mit Rot-Weiss-Rot verziert.
Und einer unserer Leute lernte, wie gef?hrlich es sein kann, seinen Sch?nheitsschlaf zu halten, w?hrend ein paar betrunkene Kollegen mit allerlei Edding Stiften herumlaufen. Da bekommt der Ausdruck Permanent Make-Up eine ganz neue Bedeutung (wissts eh, wegen Permanent Marker). Nach ein bis zwei gemalten Flaggen und ein paar Fotos entschied ich mich dann schlu?endlich auch für etwas festere Nahrung. Wie k?nnte es anders sein: Nudeln. Und irgendwann schneite dann Raffi nebst Freundin vorbei. Bin mir jetzt nicht mehr wirklich sicher in welchem Kontext, aber mei. Jedenfalls stand so um Ein Uhr Nachmittags wieder mal K?rperhygiene auf dem Programm. Ein Rendezvous mit der Soca also. Und wie zu erwarten war, zeigte uns die liebe Soca wieder mal ihre kalte Schulter. Dennoch stürzten sich unsere Jungs (und M?dels) beherzt in die Fluten. Nun,
eigentlich mehr z?gernd als beherzt. Auch ein uns nicht n?her bekanntes, aber sehr liebes M?del konnte sich nicht so recht mit der eisigen Art der Soca anfreunden, was ein paar Wasserspritzer unsererseits leider auch nicht ?ndern konnten. Ich hab auf jeden Fall auch mal kurz meine Kamera abgegeben, um dem Flu? einen kleinen Besuch abzustatten. In erster Linie, um meine Fü?e, die von den langen Konzertaufenthalten vom Vortag noch ziemlich gezeichnet waren, endlich wieder sauberzubekommen.
Wieder zurück im Camp g?nnte ich mir erst mal ein warmes Guinness (das geh?rt ja
anscheinend sogar warm) und streifte ein wenig campintern herum. Den Rest des Nachmittags passierte eigentlich nichts besonders erw?hnenswertes. Ein paar Wodka Mango, ein wenig Trockeneis herumgespiele und viele, vom Festivalalltag gezeichnete Camper.
Gegen 9 Uhr beschlossen Martin und ich, es w?hre langsam an der Zeit, das Hauptareal aufzusuchen. Ein gro?er Teil unserer Truppe war schon vorher aufgebrochen, also war es nicht mehr zu Früh. Aus irgendeinem unerfindlichen Grund hielt ich es zu diesem Zeitpunkt für eine gute Idee, mein Handtuch mitzunehmen. Vielleicht lags ja daran, dass ich mich in der Nacht zuvor relativ lange mit einer Slowenin unterhalten hatte, die “Per Anhalter durch die Galaxis” kannte. Ein Handtuch ist ja so ungef?hr das nützlichste, was der
interstellare Anhalter besitzen kann. Oder in meinem Fall, der Metalcamper…
Auf dem Weg zum Wald trafen wir auf ein M?del, das Martin liebevoll “Die falsche Stephi” nannte. Nun zugegeben, ein wenig ?hnlichkeit zu unserer Stephi war vorhanden. Aber urteilt selbst.
Nahezu pünktlich zu Apocalyptica trafen wir am Main Stage Areal ein und dort auch auf den Rest unserer Leute. Da mich die Musik dort nicht wirklich interressierte, widmete ich mich eben meinen anderen, gro?en Leidenschaften: Fotografieren und Cuba Libre. Dave und mir wurde dann irgendwann klar, dass wir unbedingt etwas Met brauchten, worauf wir uns zum entsprechenden Stand aufmachten, der auf der “Einkaufsmeile” zwischen den beiden Bühnen
gelegen war. Auf diesem Weg traf ich Orfi zum ersten (und warscheinlich einzigen) Mal am Gel?nde. Da musste natürlich sofort ein Foto her. Au?erdem trafen wir dort auf Maleen und einen Teil unserer Leute und auf einen Typ mit
einer aufblasbaren Biene (erinnerte mich irgendwie an unsere Winnie Puh Aktionen) bei dem eine Menge Leute standen. Ein M?del war dabei, das mir immer wieder nahelegte, ich sollte doch die Biene fotografieren. Hab stattdessen das M?del fotografiert
. Zwischen den St?nden traf ich dann auch auf zwei M?dels, von
denen ich glaube mich zu erinnern, sie am ersten Metal Camp Tag in unserem Camp auf Besuch gehabt zu haben.
Ansonsten passierte nicht viel. Herumlaufen, herumsaufen, fotografieren. Als sich dann
Amon Amarth anschickten, zu spielen, hab ich am Hang neben der Bühne mein Handtuch ausgebreitet, und mir einen kleinen Sch?nheitsschlaf geg?nnt. Danach zog’s mich ziemlich bald zurück ins Camp und in n?chster Instanz in meinen Schlafsack.
Metal Camp ’08 – The lost Pictures
Über einen Monat nach “Hell over Paradise V” habe ich es nun endlich geschafft Wuks Fotos auf die Saufpark Homepage hochzuladen! Und was die Berichte betrifft, die kommen sicher auch noch…
Veränderung im Saufpark
Lange Zeit war sie ein treuer Begleiter und wann immer Leute zu müde oder zu betrunken waren, um alleine nach Hause zu gehen, stand sie bereit. Niemand weis genau, wieviele Leute diese Couch schon gesehen hat, und welchen Tätigkeiten jene Leute auf besagtem Sitzmöbel nachgegangen sind. Und dies soll hier auch nicht erläutert werden. Vielmehr geht es darum, von unserer getreuen Retterin in der Sitzplatznot Abschied zu nehmen und ihren Nachfolger mit offenen Armen zu empfangen.
PS: Ich hätte nie gedacht, dass unter einer Couch so viel Dreck platz hat:

Product Placements
So, die Aktion von Johannes Kreidler ist über die Bühne. Anders als erwartet hat die GEMA die Formulare aber nicht angenommen, da die Anmeldung aller 70200 Musikschnipsel laut einer Stellungnahme nicht notwendig ist, weil die Zitate nicht als solche erkennbar sind.
Schön und gut. Aber würde das theoretisch nicht auch einen Freibrief für das Tauschen von Musik auf Filesharingplattformen wie eMule oder BitTorrent bedeuten? Dort werden von jedem Benutzer ja auch nur kleine Fragmente der Musik geladen, die für sich gesehen höchstwahrscheinlich ebenfalls nicht als Fremdzitate erkennbar sind (und falls sie es doch sind, könnte man die Paketgrösse ja verringern
).
PS: Nur so zur Info: Das ist die rechtliche Situation in Deutschland.
PPS: Wer jetzt überhaupt nicht weis, worums eigentlich geht: Johannes Kreidler
Bericht auf Gulli: Musikaktivist diskutiert mit Rechteverwaltern
Metal Camp ’08 – Day 2
Kurz nach 9 Uhr früh kroch ich aus meinem Zelt, um dem schönen Tolmin guten Morgen zu sagen und ganz nebenbei meine Zähne zu putzen. Danach folgte das festivaltypische Mit-einem-Bier-im-Camp-sitzen-und-den-anderen-beim-Aufwachen-zuschauen. Irgendwann im Laufe des Vormittags kamen wir dann auf die glänzende Idee, uns gegenseitig mit ein paar Österreichischen Flaggen zu bemalen. Wir hatten während der EM ja genügend Zeit gehabt, das ganze zu üben. Also wurden ein roter Edding und ein weißer Lackstift geschnappt, und nach kurzer Zeit konnte jeder deutlich sehen, woher wir kamen. Gegen Mittag wurde ich von Maleen und Sonja ins Dorf geschleift, um einen Kaffee trinken zu gehen und etwas einzukaufen. Zwar hab ich mich anfangs noch recht erfolgreich dagegen gewehrt, musste schließlich aber doch aufgeben. In dem Cafe, in dem die beiden Mädels im Vorjahr
anscheinend den besten Kaffee ihres Lebens getrunken hatten, trafen wir auf ein paar Slowenen, dich sich schon fleißig der Festivalstimmung hingaben. Unter ihnen waren Alesh (keine Ahnung, ob ich das richtig schreibe) und Rok (detto), deren Bekanntschaft wir die Ehre hatten zu machen. Außerdem hatten wir noch die Ehre, von Alesh auf den ersten (nicht selbst gemachten) Wodka Juice des Metal Camps ’08 eingeladen zu werden. Natürlich musste da eine Rückrunde her, bei der ich erfreut feststellte, wie wenig (für österreichische Verhältnisse) der Wodka Juice dort kostete. Genau 1.70 Euro, und diese Erkenntnis sollte uns am folgenden Tag noch auf eine harte
Probe stellen. Aber dazu später. Wir tranken also ein paar Runden, verließen das Lokal kurz nach Drei und kehrten mit einem Kurzen Abstecher über den Supermarkt in unser Camp zurück. Dort waren mittlerweile die Grazer-Osttiroler eingetroffen und hatten es sich gemütlich gemacht. Wann genau Ritchie und seine Kollegen uns mit ihrer Anwesenheit beehrten, kann ich im nachhinein leider nicht mehr wirklich ermitteln, aber auf jeden Fall auch an diesem Nachmittag. Wir haben, wie sollte es anders sein, ein bisschen was getrunken, zwischendrin bereitete ich ein verspätetes Mittagessen (irgendwelche Asia Nudeln) und schließlich statteten wir der Soca einen kleinen
Besuch ab. Domi firmierte dort als Bierprophet
und ein paar andere Leute hatten eine interressante Anwendung für den komischen Lehm gefunden, der dort unten überall rumlag. Ich für meinen Teil, “duschte” ein wenig und verlor dabei wieder einmal meine neue Sonnenbrille. War ja klar! Beim ersten mal Schwimmen! Langsam wirds Tradition. Ansonsten wurde ein bisschen herumgelegen und, unserem Propheten folgend, ein bisschen mehr Bier getrunken.
Wieder zurück im Camp verteilte ich dann erst mal die Festivalpässe. Was den Pass vom Kutter Flo betraf, der wurde mit Satan gegen seinen 3-Tages-Pass und ein bisschen Entschädigungsgeld getauscht. Nun hatte ich nur mehr ein 3-Tages-Ticket an den Mann zu bringen. Besagter Mann war in diesem Fall der falsche Pippo, also der Grazer Philipp. Und so löste sich unser Problem mit dem überschüssigen Ticket.
Als wir da so bei unserem Bier saßen, traf auch Stephi ein, die ja aufgrund ihrer Arbeit erst einen Tag später losgefahren war. Und mit ihr, oder eher kurz nach ihr traf ein Regenschauer auf unser Camp. Der wurde mit genügend Bier ausgesessen und danach ging’s endlich los zum Bänderholen.
Als wir an den, wie üblich im Wald situierten, Zelten zum Umtausch der Tickets ankamen, traf es uns erst mal wie ein Blitz (und das, wo das Gewitter doch schon vorbei war): Die 5-Tages-Stoffbänder waren schon aus. Scheiße! Wären wir doch schon am Vortag umtauschen gegangen (Orfi hat noch eines bekommen, die Sau!). Aber mei, kann man nix machen. Widerwillig nahmen wir unsere Ersatz Plastikbänder in Empfang, bekamen aber das Versprechen, wir könnten uns am Ende des Festivals noch Blaue (3-Tages-Stoffbänder) als Souvenier holen.
Das Main Stage Areal hatte sich im Vergleich zu meinem letzten Besuch (MC 06) ein wenig verändert. Zum einen war der große Burger Stand im Barzelt einem kleinen Pommes und Würstchen Stand gewichen, und zum anderen gab es nun auch vorne neben der Bühne und mittig hinter dem Technikzelt Bars. Außerdem hatten sich zahlreiche neue Cocktails im Sortiment eingefunden, was ich in den folgenden Tagen noch ausgiebig nutzen sollte.
Im Getümmel der Main Stage traf ich dann ziemlich schnell und ziemlich überraschend unsere oberösterreichischen Zeltnachbarn vom Metal Camp ’05 wieder. Da hab ich kurzzeitig schon ein wenig geschaut. Nach dem Widersehen folgte meine obligatorische Aktion für jeden ersten Festivaltag: Hin zum Merchandise Stand,
das aktuelle Shirt kaufen. Danach noch ein wenig die Mädels an den Ständen fotografiert und wieder zurück zum Areal. Dort traf ich, wie schon in den vergangenen Jahren, wieder mal meine Lieblings Bonumtauscherin. Und unsere Truppe hatte ich auch recht bald wieder aufgespürt, doch als kurz danach In Flames die Bühne betraten, startete ich schon wieder gen Menge, Stimmung miterleben und so. Während des Auftritts gab’s mal kurz Probleme mit der Technik. Keine Ahnung, was genau, aber der Sound war schlagartig weg. Lange hat’s aber nicht gedauert und es hieß “Mr. Hammond, ich glaube der Laden läuft wieder”, oder so ähnlich. Und Velociraptor ist auch keiner dahergekommen (mich würd interressieren, wieviele diesen Satz jetzt verstanden haben).
Nach dem Konzert traf ich Mike irgendwie wieder und wir beide trafen auf einen Schweden, der sich ziemlich über seinen Kollegen ärgerte, weil der den simpelsten Wegbeschreibungen nicht folgen konnte. Und dann kamen “In Extremo”. Da werden meine Erinnerungen schon etwas lückenhaft, muss ich zugeben. Was ich noch weis: Volle mitgesungen! Was ich nicht mehr weis: Keine Ahnung!
Ein Highlight stand mir an diesem Abend aber noch bevor: Das Alestorm Konzert auf der Beach Stage, oder Second Stage, oder wie die auch immer geheissen hat. Das startete relativ spät. Nämlich um viertel nach Drei. War aber ein geniales Konzert. Und da hab ich
wirklich jeden Song mitgesungen. Die haben ja erst eine CD. Und zwei Typen sind herumgelaufen und haben feuergespuckt. Mein Video dazu ist übrigens auch auf YouTube. Nachdem Captain Morgan seine Rache gehabt hatte, bin ich zurück zum Hauptareal, dort ein wenig herumgesandelt und danach schwer betrunken ins heimaltiche
Camp. Dort saßen noch Stephi und ein Haufen Osttiroler. Und, wenn mich nicht alles täuscht auch ein paar von den Jungs, die ich gerade erst am Killswitch Engage Konzert getroffen habe. Ach, und da ist’s dann auch schon wieder hell geworden…
