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Die Geschichte des Saufpark Ringes – Teil 2: Einfach und simpel

Der Entschluß war also gefasst. Aber wie sollte ich das ganze angehen? Die Lösung die im Space verwendet wurde, kam für mich nicht wirklich in Frage. Dort hingen nämlich einfach nur diese professionellen Lichterketten mit den grünen, eckigen Kabeln sternförmig an der Decke. Für das hatte der Saufpark aber eindeutig zu wenig Raumhöhe. Außerdem brauchte ich etwas mit ein wenig mehr Haltbarkeit, weil ja jeder einfach raufgreifen und daran ziehen konnte. Also hab ich mir erst mal vom Handwerker meines Vertrauens einen Ring aus Eisenrohren schweißen lassen. Mit exakt 8 Speichen. Warum genau diese Zahl? Nun, ich wollte die Elektronik so einfach wie möglich halten. Deshalb wollte ich den Ring direkt über die parallele Schnittstelle des Barcomputers steuern. Und die hatte nunmal exakt 8 Datenleitungen. Alles was ich noch zusätzlich brauchte war eine Lichterkette und ein paar Halbleiterrelais. Und ein paar LEDs, damit ich überprüfen konnte, ob die Signale richtig bei der Steuerung ankahmen. Die Steuerungssoftware hab ich damals noch in Delphi geschrieben, weil das neben Visual Basic die einzige Programmiersprache war, die ich kannte, die Programme für Windows kompilieren konnte. Das Programm selbst war ähnlich simpel wie die Elektronik. Man konnte festlegen welche der Speichen leuchten sollten, und wie schnell sie sich in welche Richtung bewegen sollten. Ja, viel war’s nicht, aber es war vom Effekt her nahe am Vorbild. Wenn auch ein bisschen weniger imposant. Aber der Saufpark ist ja auch ein wenig kleiner als das Space. 😉
Aufgrund der Tatsache, dass die durchschnittliche Digitalkamera damals gerade mal mit einer Auflösung von 320×240 filmen konnte, gibt es aus dieser Zeit leider nicht wirklich irgendwelche Live Aufnahmen von Parties. Und die wenigen Male, an denen mit VHS gefilmt wurde sind leider nicht für die Öffentlichkeit geeignet. 😉 Allerdings hab ich damals noch alle größeren Änderungen an der Bar dokumentiert, weshalb wir dieses Filmmaterial haben:

Zugegeben, narrisch flüssig war die Animation nicht. Besonders, wenn man gerade an den Einstellungen gedreht hat. Aber ein lustiger Effekt war’s trotzdem. Und der hat uns dann auch erst mal gereicht. Für einige Jahre…