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Metal Camp ’05 – Day 2

Day 2
Unser erster Morgen am Metal Camp begann relativ früh. Um halb 8 hatten die meisten von uns trotz der vergangenen Nacht schon ihre Schlafsäcke verlassen und es sich auf irgendwelchen freien Stühlen mit einem Guten-Morgen-Bier gemütlich gemacht. Zweifellos lag das an der Hitze, die es einem ziemlich unmöglich machte, länger im Zelt zu bleiben, sobald die Sonne draufschien. Der eine oder andere hatte auch schon Kochgeschirr und Gaskocher hervorgeholt um das festivaltypische Instand- oder Dosenfrühstück, bestehend aus irgendwelchen Nudeln mit Soße, Chili oder Gulasch zuzubereiten. Das funktionierte immer, auch wenn man kurzzeitig mal nicht bemerkte, dass der Gaskocher gar nicht an war…

Gestärkt von eben diesem Frühstück holten Gregor und Dave dann das zweite Kaiser Fass aus dem Auto. Die halbe Stunde Kühlzeit wurde dazu genützt, sich in der näheren Umgebung des Zeltes umzuschauen und zu ermitteln, mit welchen Nachbarn man am Vortag gefeiert hatte. Dabei wurde auch mein vermisster Schuh gefunden (Danke Stephi!). Nach ein wenig Bier brachen Dave, Stephi und ich auf, um zu „Duschen“. Der Weg zur Soča war bei Tageslicht überraschend einfach zu finden. Dummerweise hielt ich es für eine gute Idee, diesen Weg Barfuß zu beschreiten. Nie wieder! Aber der Fluss selbst war schöner, als ich ihn mit aufgrund der Beschreibungen der Anderen vorgestellt hatte. Allerdings war er auch ein wenig kälter, als ich ihn mir vorgestellt hatte. Ein paar Schwimmzüge gingen sich aber trotzdem aus, bevor ich aus Sorge um diverse Körperteile wieder an Land ging.

Wieder zurück in unserem Camp bemerkten wir, dass die übrige Mannschaft mitsamt den Stühlen unter das Pavillon unserer Wörgler Nachbarn umgezogen war. Wir gesellten uns dazu, tranken ein paar Bier (so eine Überraschung) und während Domi zusammen mit seinem neu entdeckten Cousin um keine-Ahnung-wie-viele-Ecken die Bänder holen ging, tranken wir… noch ein paar Bier. Irgendwann später an diesem Tag begab sich dann auch der Rest von uns in den Wald, um die Bänder zu holen. Zu erwähnen wäre da noch, dass die Leute an der Bandausgabe meine Baumax Preissägekarte als Ausweis akzeptiert hätten. Als dann alle ihre Karten umgetauscht hatten, machten wir noch einen kurzen Abstecher zur Soča und kehrten dann ins Camp zurück, um unsere Haupttätigkeit wieder aufzunehmen. Nachdem ein Großteil des Nachmittags geschafft war, trafen dann endlich Herbert und Michi ein. Die beiden schlugen ihr Lager hinter unserer Flagge auf und gesellten sich dann zu uns. Später dann, so gegen 7 Uhr Abend ging’s dann runter zum Festival Areal, zur ersten Band: In Extremo. War ein super Konzert, obwohl ich eigentlich sonst kein sonderlich großer In Extremo Fan bin. Während die Bühne dann für Yngwie Malmsteen umgebaut wurde, versuchten wir uns irgendwie mit dem Bon- und Pfandsystem anzufreunden. Das funktionierte zumindest soweit, dass jeder von uns zum Schluss ein paar blaue, grüne und rote Zettelchen, ein Bier und ein Metal Camp Feuerzeug bekommen hatte. Gerüstet mit dem Wissen, dass ein Bier einen roten Bon und manchmal auch einen blauen dazu bedeutete, tranken wir uns durch Yngwie’s Vorstellung und warteten dann voller Vorfreude auf Hammerfall. Die kamen dann auch ziemlich bald und machten eine grandiose Show. Und als dann auf der Bühne die Worte: „The next Song ist from our Legacy of the Kings Album“, fielen, ging’s richtig los. Denn jeder wusste, dass das nur „Heeding the Call“ bedeuten konnte.

Als wir dann auch Hammerfall erfolgreich überstanden hatten und eben Biernachschub holten, tauchte auf einmal Loggo, der irgendwann während des Konzerts verschwunden war, wieder auf.

Etwas seltsam war die Tatsache, dass er aussah wie ein Jägermeister Vertreter. Mike und er hatten die Zeit bei der Beach Stage verbracht und ganz nebenbei einen Schwamm voll Jägermeister Röhrchen (die man normalerweise einzeln kauft) erstanden. Und da dieser Schwamm stolze 30 Euro gekostet hat, haben sie noch ein paar Zusatzaccessoires wie T-Shirts, Kondome, Schlüsselbänder und Sandalen ausgehandelt. Besagte Sandalen hat Mike vermutlich ungefähr zur gleichen Zeit irgendwo im Wald verloren. Der war nämlich so betrunken, dass Loggo ihn absichtlich bei der Beach Stage vergessen hat. Den Rest des Abends verbrachten wir dann bei den Oberösterreichern, wobei wir lernten, was Ajvar ist, und was man dafür alles stehen lässt. Und natürlich lernten wir die zahlreichen Anwendungsmöglichkeiten eines Pinki Sackes kennen (aus der Gebrauchsanleitung).

Wann dieser Abend dann wirklich endete, ist nicht eindeutig belegt…

Metal Camp ’05 – Day 1

Day 1
Erschöpft von den Strapazen der langen Autofahrt trafen wir schließlich in Tolmin ein. Da sich der Parkplatz nicht mehr wirklich an der Stelle vom Vorjahr befand, gab’s noch eine kleine Irrfahrt durch Tolmin, bis wir dann endgültig ankamen. Auf der Parkwiese eingetroffen wurden wir dann von den gelbbekleideten Männlein gleich darauf hingewiesen, dass Campen auf der Parkwiese nicht erlaubt war und dass alle, die es trotzdem machten, spätestens am nächsten Tag verjagt werden würden. Also bereiteten wir uns schon mal seelisch darauf vor, unsere 70 kg Kiste mit der Soundanlage und unsere zwei Fässer selbstkühlendes Kaiser Bier bis zum offiziellen Campingplatz zu tragen. Während einige von uns immer noch in dieser hochspirituellen Vorbereitungsphase steckten, erfuhren andere, dass der offizielle Campingplatz schon ziemlich voll war, und wir mit unserem großen Zelt wohl wenig Chancen auf einen Platz hatten. Also beschlossen wir, das „Risiko“ einzugehen, und uns doch am Parkgelände breit zu machen. Gesagt, getan. Wenig später hatten wir auch schon unser gesamtes Gepäck am anderen Ende der Wiese auf einen Haufen gestapelt und während vier von uns die Kiste holten, baute der Rest unser Zelt auf. Zuletzt räumten wir den Gepäckhaufen noch nahe genug ans Zelt, damit jeder sah, dass das unser Zeug war und dann wurde das erste Fässchen aktiviert (wissts eh, die Kühlung). Als dann die halbe Stunde Kühlzeit um war, und sich ein Grossteil unserer Gruppe schon ihrer nassen T-Shirts entledigt hatte, wurde gemütlich im Schein der untergehenden Sonne, mit einem kühlen Kaiser Bier in der Hand, unterstützt von 3×75 Watt, das allseits beliebte Lied: „Dem Land Tirol die Treue“ angestimmt. Das Festival hatte begonnen…

Für den Rest des endenden Tages wurde noch etwas Nachbarschaftshilfe betrieben, wofür wir von unseren wiener Nachbarn eine Zeltfestbank geliehen bekamen. So hatten nun auch all jene, die es versäumt hatten, einen Campingstuhl mitzubringen, die Möglichkeit, unsere nächtlichen Festivitäten sitzend zu erleben. Als dann die Sonne endlich aufgegeben hatte, wurde der Ruf nach härterem Alkohol laut. So begannen wir den Abend mit der Flasche Jägermeister, die zusammen mit unseren steirer und innsbrucker Nachbarn im Kreis getrunken wurde. Irgendwie drängten sich dann auch noch irgendwelche Bacci Cola Mischungen in den Kreis, die natürlich freundlich aufgenommen wurden.

So wurde ein wenig getrunken, geredet und gelacht, bis schließlich die Idee aufkam, einen der beiden Flüsse zwecks Nachtschwimmens aufzusuchen (Nacht! Nicht nackt!). So stolperte also ein Teil von uns, gestärkt durch Ronnie, in Richtung Wald los. Aufgrund ihrer Erfahrungen vom Vorjahr fanden Loggo und Flo auch ziemlich bald einen Weg, der uns zur Soča führen sollte. Er hätte auch einwandfrei funktioniert, wären wir nicht auf dem weg bei ein paar Slowenen hängengeblieben. Mit denen haben wir uns dann auch noch ein wenig unterhalten und dann sind die anderen wieder los. Ich bin noch geblieben, was sich im nachhinein als orientierungstechnisch sehr unklug herausstellte. Wie sich wohl jeder denken kann, hab ich die anderen nicht mehr gefunden aber glücklicherweise erreichte ich nach ein wenig Herumirren auf stockdunklen Waldwegen wieder freies Gelände. Auf welch unergründlichen Pfaden ich in dieser Nach dann noch gewandelt bin, lässt sich im nachhinein leider nicht mehr eindeutig bestimmen. Jedenfalls landete ich irgendwann mitten in hohem Gras und stolperte auf einen Skybeam zu. Dieser erwies sich jedoch als nicht besonders hilfreich, da er nicht mal in der nähe des Campingareals stand. Ich bin dann am Ende des Feldes jedenfalls durch eine Baumreihe und fand mich zwischen Steirern (glaub ich) wieder. Die waren auch sehr freundlich, luden mich ein zu bleiben und gaben mir Bier. Nachdem ich dann dort eine Zeit lang gesessen war, getrunken und geredet hatte, versuche ich erneut mein Glück und brach auf. Und siehe da, nach ein wenig Herumgefrage erhielt ich die Information, dass irgendwo in der Nähe ein Haufen Tiroler mit einer riesigen Flagge waren, die „Dem Land Tirol die Treue“ gesungen hatten. Und so fand ich wieder in unser Camp. Gregor hatte während meiner Abwesenheit den Versuch unternommen, schlafen zu gehen. Aus unerklärlichen Gründe war er jedoch nur bis ins Hauptzelt gekommen. Die Tatsache, dass er nicht mehr in der Lage gewesen war, seine Hose auszuziehen, kam ihm aber zu gute, da er seinen Schlafsack sowieso nicht gefunden hatte.

Ich begab mich dann wieder unter die feiernde Menge, die mit großen Enthusiasmus um das Auto der Innsbrucker Headbangte. Stephi, eine unserer Gruppe hatte es sich indes bei den Wörglern gemütlich gemacht und unserer steierer Nachbarn spielten UNO. Der restliche Ablauf des Abends ist mir leider nicht mehr genau in Erinnerung. Eindeutig (weil fototechnisch) ist aber bewiesen, dass wir so gegen 3 Uhr ins Zelt sind. Vorher gab’s noch ein paar Saufer- und Raufereien. Einige zeigten deutlich, wie gern sie Bier hatten.

Und Gregor hat seinen Schlafsack bekommen. Neben dem ist er noch eine Weile im Hauptzelt gelegen, bis er sich dann in eine Kabine und in den Schlafsack verkrochen hat.
Für Anregungen, Korrekturen oder Ergänzungen bin ich immer offen!

Silvester 2005/2006

So, wie trug es sich nun zu, unser Silvester Festl? Gestartet sind wir so kurz nach 21:00. Da waren wir so ungefähr zu viert. Kurz darauf (wir standen immer noch in der Gaconiere und schauten uns nach Schlafgelegenheiten um) kamen dann Gregor und Silvana an. Und im Schlepptau hatten sie einen ganzen Haufen Leute, von denen ich keinen jemals zuvor gesehen hatte (OK, einen schon, den Markus, den Bruder von der Detti). Das war dann der Zeitpunkt, an dem wir die Party wirklich starteten. Bewaffnet mit der ersten der drei Kisten Bier begaben wir uns in die Bar, schalteten die Partybeleuchtung ein und drehten die Musik auf.
Im Laufe des Abends trafen dann der Reihe nach die restlichen Gäste ein und es wurde ziemlich voll. Ebenso wie die Gäste selbst. Nicht unerheblich am Zustand von einigen Gästen beteiligt war der Long Island Iced Tea. Die zuvor erwähnten Leute, die ich noch nie im Leben gesehen hatte, machten es sich nämlich zur Aufgabe, möglichst viele Long Island Iced Teas zu trinken. Einer von ihnen im Speziellen, obwohl er schon vorher akzeptierte, dass der den Achten nie erreichen würde. Auch der von unseren Leuten sehr gern getrunkenen Rosetti Schnaps zeigte seine Wirkung.


Ein zwischendurch eingestreutes Anfangsmelodien Ratespiel, dessen Sieger diesmal eigentlich relativ gut verteilt waren, hob die Stimmung auch ein wenig. Domi begab sich dann in die Küche, um die Gulaschsuppe und den Glühmost vorzubereiten, und ich begab mich zum Mikro, um die Gäste auf das nahende Neujahr vorzubereiten. Gegen halb Zwölf wurde dann Ö3 eingestellt, und die Anlage auf „draußen“ geschaltet. Und dann strömten die Massen auch schon hinaus. Nunja, eigentlich strömten gerade mal fünf Leute. Bei den restlichen hielt sich der Enthusiasmus in Grenzen. Aber eben diese fünf Leute zündeten dann einige Fackeln an, begutachteten die Abschussrampe, klärten die Aufgaben ab und wärmten sich an den Feuern in den Fässern. Die restlichen Partygäste fanden dann auch irgendwann mal ins Freie. Und da wir genügend Fackeln hatten, bekam auch fast jeder eine zum Spielen. Was sich aber im nachhinein als nicht so intelligent herausstellte, da viele infolge der zahlreichen „Lichtschwertkämpfe“ total mit Wachs bespritzt waren.


Auf jeden Fall kam dann der große Moment, wobei Robert und ich die Zündungsbeauftragten waren. Obwohl die ersten Sekunden des neuen Jahres ganz mir allein gehörten, da Robert eben diese noch mit Regina verbringen wollte. Und so war ich es, der während die Menge von Fünf abwärts zählte, die erste Rakete zündete. Zum Feuerwerk nur so viel: Unsere Raketen dieses Jahr waren nicht unbedingt so super. Aber die Stimmung war gut. Obwohl sich relativ wenige fanden, die zum Donauwalzer tanzen motiviert waren. Der Grossteil der Gäste lief herum und wünschte sich gegenseitig ein „Gutes neues Jahr“. Nur einer lief ein wenig unkoordinierter als der Rest. Die Rede ist von unserem tapferen Long Island Iced Tea Trinker. Es sagte auch immer wieder etwas von 3 ¾. Und dann kam auch schon Domi mit dem Glühmost. Nach eigenen Angaben hatte er einen Weiber- und einen Männerglühmost kreiert. Das erfuhren wir aber erst, nachdem wir schon über die Hälfte des viel zu süßen Weibermostes getrunken hatten. Super! Dafür war der zweite Topf geradezu deliziös. Unbestätigten Angaben zu Folge fand wieder ein großer Teil des in der Garconiere gelagerten 80er Rums seinen Weg in den Glühmost. Aber wer kann das schon genau sagen?


Domi begab sich dann abermals in die Küche, um das Gulasch servierfertig zu machen und während die Leute noch aßen, verräumte ich ein paar Gläser und Flaschen und bereitete die Rückkehr in die Bar vor.
Und ich muss ehrlich sagen: Keine Ahnung wie dann der weitere chronologische Ablauf war. Auf jeden Fall gab’s noch ein Anfangsmelodien Ratespiel und es wurde auch sonst nicht gerade wenig getrunken. Außerdem wurde „Rosa Helikopter“ angespielt, was Regina so gut gefiel, dass sie sogar noch weitersang, obwohl ich schon lange ein anderes Lied aufgelegt hatte. Das Restliche Publikum schaffte es bedauerlicherweise nicht, dem Text zu folgen. Warum denn bloß? Nur weil’s schwedisch ist?


Aber um die anderen nicht weiter auf ihre sprachlichen Unzulänglichkeiten hinzustoßen kam dann ein Lied, das jeder singen konnte: Die Titti Twister Hymne. Auch der Hillbilly Rock wurde wieder mal getanzt. Und als dann nur mehr der Harte Kern anwesend war, gab’s sogar noch eine Nebel und Blitzlicht Session. Und irgendwann dann so gegen 7 Uhr stolperten die letzten Gäste aus der Bar (zwei Stunden früher als letztes Jahr), die lustigerweise so ziemlich die gleichen waren, wie im Jahr zuvor. Aus diesem Grund sollen sie hier erwähnt werden: Martin, da Larch (der kleine den sie „Groß“ nennen), Vroni und ich. Gut, in meine Fall wäre es auch ungewöhnlich, wenn ich die Bar vor den letzten Gästen verlassen würde.
Aber alles in allem ein geiles Silvester.
Und i wünsch allen ein gutes Neues Jahr und viel Spass weiterhin!