Author Archives: wopfi

Metal Camp ’06 – Day 2

Ich erwachte schweißgebadet in meine Schlafsack. Von meinem Zeltpartner Mike war weit und breit keine Spur. Auch sein Schlafsack, der noch zusammengerollt zwischen mir und der äußeren Zeltwand lag, zeigte keine Spuren von Benutzung. Im Endeffekt kroch ich dann aus meinem Schlafsack und schlief weiter…
Irgendwann so gegen 9 Uhr wurde es dann aber unerträglich. Und so gemütlich meine neue selbstaufblasende Thermarest Matte war, so nass war sie jetzt auch. Also beschloss ich doch das Zelt zu verlassen. Draußen war nahezu die komplette Mannschaft schon versammelt. Und alle fragten mich, ob ich schon schwimmen gewesen sei (ich muss sehr verschwitzt ausgesehen haben). Dann folgte typisches Festival Prozedere. Zähneputzen, und dann ein ordentliches Frühstück: Bier. Unser Kärntner Freund vom letzten Jahr, Mirko, war natürlich auch wieder präsent. Etwas später trafen dann schließlich auch Maia, Ray und Raffi in unserem Camp ein. Wir hatten sie ja schon am Vortag kurz getroffen und nun waren sie mit Sack und Pack zu uns gezogen. Außerdem machten wir den Aufenthaltsort von Mike ausfindig. Nun, es war diesmal nicht ganz so schwierig wie letztes Jahr. Er hatte schlicht und einfach seinen Schlafsack nicht mehr gefunden und sich deshalb in den Bus gelegt. Was zweifellos viel angenehmer sein musste, weil er da ja eine Matratze hatte. Kühler war es da drin sicher auch.
Irgendwann kam dann die Frage auf, warum unser Boxenradio eigentlich keine CDs mehr annahm. Und irgendwann später dann die Frage, was wir dagegen tun konnten. Im Endeffekt bauten wir dann den Radio aus Domis Auto aus und ich versuchte ihn provisorisch an unsere Box zu hängen. Da wir bei Domis Radio sowieso auch nur Klemmen verwendet hatten, war das trotz meines noch vom Day 1 übriggebliebenen, und trotz meines wieder neu angetrunkenen Pegels möglich. Unglücklicherweise konnte dieser Radio aber nur normale CDs abspielen, von denen wir nicht wirklich viele mit hatten. Nachdem wir einige “normale” CDs durchprobiert hatten (unter anderem die Best of Mike Oldfield) entschieden wir, die MP3 CDs im Autoradio der Innsbrucker Connection zu spielen. Die hatten ja auch einen recht ansehnlichen Verstärker. Und was landete im Player? Natürlich meine Metal Camp CD mit sämtlichen Anfangsmelodien. So verging der Vormittag mit kühlem Bier, Anfangsmelodien und ein wenig harten Getränken. Ach ja, und Stephi’s Laterne hab ich wieder zusammengebaut. Danach hat sie sogar kurz wieder funktioniert.
Zu Mittag gab’s dann irgendwelche Penne in Sahnesoße, die ich natürlich brüderlich mit allen hungrigen Mitcampern teilte. Irgendwann an diesem ausklingenden Vormittag bot Wuk dann an, dass wir seinen Autoradio temporär in die Box bauen könnten, um wieder MP3 CDs zu spielen. Diese Angebot nahmen wir natürlich dankend an. Da sein Radio aber mit einem funktionierenden Universalstecker gesegnet war, unsere Box aber nicht, hieß es für mich in meinem Sud den Lötkolben auszupacken (Fragt mich jetzt nicht, warum ich einen Lötkolben mit hatte). Und siehe da, meine Lötkenntnisse ließen sich sogar alkoholisiert anwenden. Da sieht man mal wieder, wofür das Saufen in der HTL gut ist! Und den kleinen Unfall, bei der mir der Radio durch den Schacht in die Box hineingefallen ist, den vergessen wir jetzt einfach mal. Außerdem habe ich das Ganze dann ja praxisnah mit einem Schraubenzieher gelöst. Ansonsten ging’s gleich weiter wie am Vormittag. Bis dann so gegen drei der Rest unserer Truppe eintraf: Die Osttiroler und die Grazer. Die parkten aber unglücklicherweise etwas entfernt, weswegen das ganze Zeug herübergetragen werden musste. Ich beschränkte meinen Einsatz auf die Dokumentation der ganzen Sache. Als dann alles notwenige herübergeholt war, begann der Aufbau des Pavillons. Die feinen Herren hatten natürlich ein Doppelpavillon, der beim Aufbau wesentlich mehr Tücken zeigte, als unsere einfachen. Aber auch das war mit Einsatz von Gewebeband zu lösen. Auch wenn die Mittelstange ein wenig provisorisch anmutete.
Danach wurden wieder die typischen Festivaltätigkeiten aufgenommen. Bis irgendwann gegen 18 Uhr. Zu diesem Zeitpunkt entschied ich mich dazu, auch mal das zu tun, mit dem sich im Laufe des Nachmittags immer wieder kleinere Gruppen von Leuten beschäftigt hatten. Nämlich die Soca aufzusuchen.
Wie erwartet war die Soca sooooo kalt für Tiroler. Aber das störte uns zu diesem Zeitpunkt nur wenig. Obwohl die Kälte deutlich zu spüren war. Zitat: Ich spüre meine Beine nicht mehr. Worauf normalerweise von irgendwoher die Antwort kam: “Ah, da negschte!” Was mir noch auffiel: In der Mitte des Flusses war die Strömung wesentlich stärker, was mir, als ich versuchte zu Maleen zu schwimmen, die auf einer Sandbank stand, ziemlich bald bewusst wurde. Außerdem war die Uferböschung im angetrunkenen Zustand sehr schwer zu bewältigen. Insbesondere Wuk konnte davon ein Lied singen. Mike benutzte einen Teil unserer Zeit am Strand wieder mal dazu sich auszuruhen, was auf den Steinen nicht besonders angenehm aussah. Aber ihm hat’s anscheinend nichts gemacht. Nach der Badesession ging’s kurz zum Umziehen zurück ins Camp und dann starteten wir zur Bandausgabe, damit Maleen endlich auch ihr Band bekam. Bei der Main Stage angekommen mussten wir zuerst einmal den Stand für Zigaretten ausfindig machen, da sich dieser nicht mehr am selben Ort wie im vorigen Jahr befand. Auf dem Weg zur Beach Stage wurden wir dann fündig. Die nächste Station war dann das Merchandise Zelt, weil ich mir unbedingt ein 2006er Shirt kaufen wollte. Die Band an der Beach Stage tangierte mich jedoch nur periphär, weshalb wir uns auch gleich und ohne große Umwege in das links davon gelegene Barzelt begaben. Für die Männer (ich glaube das waren Dave und ich) gab’s natürlich Bier, und Maleen trank einen Eistee, welcher uns dann bei den Securities zwischen Beach- und Mainstage Probleme bereitete, da diese der Meinung waren, Eisteedosen dürften nicht mit rüber genommen werden. Die Aktion, bei der ich Maleen’s Eistee hielt, während sie die außerhalb der Sperre situierten Dixie Klos besuchte, und ihn ihr danach durch die Absperrung hindurch wiedergab, während die Securities nur drei Meter daneben standen, erwähne ich jetzt mal nicht, da die meisten aufgrund der komischen Satzstellung sowieso nicht verstehen würden, was ich damit zu sagen versuche. Wie dem auch sei: An der Security Schleuse trafen wir zwei unserer Kollegen wieder, die in Richtung Beach Stage gingen. Welche zwei das waren, ist mir unglücklicherweise im Moment entfallen, ich glaube aber, es handelte sich um Loggo und Flipse. Wir sind jedenfalls zum Barzelt der Main Stage rüber, wo wir den ziemlich kompletten Rest unserer Kollegen wieder trafen. Dort schneite auch bald Domi vorbei, der es sich an diesem Abend zum Ziel gesetzt hatte, alle möglichen Leute mit “Rübe” zu beschriften. Ich hab dann im Barzelt die Runde gemacht und einen Haufen Leute getroffen, die alle mit “Rübe” angeschrieben waren. Domi war fleißig. Dann bin ich vor in die Menge und hab ein paar Hypocrisy Fotos geschossen. Dabei bin ich auch über zwei Fans gestolpert, die sich interessant zu Ruhe gelegt hatten. In Ermangelung von Bier kehrte ich wieder von meiner Runde zurück und fotografierte bei der Gelegenheit auch gleich ein paar Barkeeper und –innen. Der Rest ist jetzt ein wenig verschwommen. Ich glaube, ich hab mir was zu Essen geholt, weis es aber nicht mehr genau. Auf jeden Fall hab ich laut Fotos irgendwann Anja getroffen und Mike hat mich von der Bank gerissen. Dann wird die Erinnerung schon wieder klarer: Wuk hatte eine Taschenlampe mit, mit der Maleen und ich es noch lustig hatten (und wehe einer denkt hier etwas perverses). Jedenfalls durfte ich davon keine Fotos machen. Als ich mich dann aufmachte, um meine Bonvorräte aufzufrischen entdeckte ich an der Kassa ein Mädel, das ich schon vom letzten Jahr kannte (sie mich natürlich nicht mehr). Auf jeden Fall musste ich sie gleich fotografieren. Zum Vergleich die Fotos von letzten und von diesem Jahr.

Nach meiner Rückkehr ging dann das große Beschriften los: Maleen, Anja, Renate und ich glaub in Satan hat’s auch erwischt. Und natürlich mich selbst auch.Renate brach irgendwann in Richtung Camp auf, und wir beschrifteten uns munter weiter. Im Endeffekt glaube ich sogar, dass Maleen und ich die letzten von uns waren, die das Festivalgelände verließen. Jedenfalls waren wir beide allein auf dem Waldweg unterwegs, als wir wieder auf Renate trafen. Sie war, seit sie uns verlassen hatte im Wald herumgeirrt und war nun total froh, dass wir sie gefunden hatten.
Zurück im Camp wurden dann erst mal Beschriftungen gelesen und dann widmeten wir uns wieder unserem alten Freund, dem harten Alkohol. Diesmal stammt das letzte Foto von 03:07.

Metal Camp ’06 – Day 1

Es begann am Donnerstag letzte Woche so ca. um halb 11, als wir bei Loggo die Bierfässer in Mikes Bus luden. Eines dieser Fässer lieferten wir in Schwaz bei Herbert beim Tyrolit ab. Er wollte noch bis Mittag arbeiten und danach losfahren. Da wir schon mal in Schwaz waren, kam dann der obligatorische Vor-Festival Einkauf im neuen Interspar, wie auch schon am Nova Rock geschehen. Bepackt mit den üblichen Festival Leckereien wie Dosengulasch, Jagdwurst und diversen Maggie und Knorr Nudelgerichten zogen wir dann los. Vorbei an Lienz, durch Italien und über einen Pass der glaub ich Bredil hieß, hin ins schöne Tolmin. Irgendwann gegen 18 Uhr kamen wir dort an, was sich perfekt mit der geschätzten Reisezeit von 6 Stunden deckte. Und obwohl wir dieses Jahr nicht erst fälschlicherweise durch die Stadt fuhren, wären wir fast an der Einfahrt zum Friedhof vorbeigerauscht. Irgendwie schon schräg, ein Metal Festival Areal gleich neben einem Friedhof. Aber Zitat vom letzten Jahr: Die werden sich wenigstens nicht beschweren.
Es war jedenfalls eine ziemlich scharfe Kurve, die wir fuhren, als wir das kleine Schildchen mit dem Festival Wegweiser sahen.
Der Campingplatz selbst hatte sich im Vergleich zum letzten Jahr ein wenig verändert. Hatten wir uns damals noch neben den kleinen Waldstreifen positioniert, war dieses ganze Areal heuer schon zugecampt. So landeten wir ein Stück weiter in Richtung Friedhof, so 50 Meter hinter der Hütte, wo unsere Leute letztes Jahr geduscht hatten, und “The Farmer is watching you”; gestanden hatte. Doch auch diesmal standen wir nicht ganz legal. Jedenfalls schien es so, als der Security, bei dem wir vorbeifuhren, laut irgendetwas gerufen hat, unsere Verfolgung aber schlussendlich doch aufgab. An diesem, unserem hart erkämpften Platz wurde dann erst mal das Camp errichtet. Inklusive Musikbox, Fahnenmast und meinem neuen Positionslicht, das uns in der bevorstehenden Nacht noch gute Dienste leisten sollte. Und was kam, nachdem das Camp errichtet war? Logisch, das erste selbstkühlende Fass des Metal Camps 2006 wurde aktiviert. Das war eine lange halbe Stunde, nach der wir unsere ausgetrockneten Kehlen endlich mit dem lieblichen Gerstensaft benetzen durften (so was hab ich noch nie über des Kaiser Gschloder gesagt. Das Metal Camp ist eben was ganz besonderes). Auf jeden Fall saßen wir dann glücklich unter unserem Pavilion (das erste mal, dass wir einen Pavilion selbst mit hatten) und beobachteten unsere zukünftigen Nachbar die ebenfalls ihre Camps errichteten. Selbstlos wie wir waren, halfen Domi und ich unseren Mitcampern von schräg vis-a-vis sogar mit Gewebeband aus.Als die Sonne, oder “the yellow bitch”, wie sie auch gern genannt wurde dann begann, langsam hinter den Bergen zu versinken, trafen auch Herbert und Andi mit unserem vorletzten Fass ein (Wir hatten insgesamt Fünf. Eines bei Flipse, eines bei Herbert und drei bei Mike im Bus). Mit ihnen und unserem Fass trafen auch Wibs und Hannes ein.
Was uns an diesem Nachmittag noch blühte, war die Dankbarkeit der Nachbarn mit dem Pavilion. Zwei von denen kamen nämlich mit Bechern, Jimmy und Bull daher. Und das waren echt saubere Mischungen, die ich und später auch Domi da tranken.
Irgendwann so gegen neun, als wir alle schon bei unserem wohlverdienten Bier saßen (und Andi bei seinem wohlverdienten Cola), müssen dann Wuk und Malör eingetroffen sein. Zu diesem Zeitpunkt kannten wir die beiden Salzburger noch nicht, was sich aber relativ schnell ändern sollte.Wer an diesem Abend noch hereinschneite, oder eigentlich vorbeischneite, waren zwei Schweden (ein -en, eine -in), beide ihres Zeichens ziemliche Festival Fans. Das erkannte man in erster Linie an der Wolfgang Petri mässigen Bänderpracht, die bei dem Mädel sogar beide Handgelenke zierte. Ebenfalls ein sicheres Zeichen war die Tatsache, dass die beiden sage und schreibe 34 (wenn sich mein alkoholverwirrtes Gehirn noch richtig erinnert) Stunden Anfahrt in Kauf genommen hatten, um sich den Metallern in Slowenien anzuschließen.
Nun, jedenfalls lernten wir dann im weiteren Verlauf unsere neuen Nachbarn Wuk und Malör kennen. Das lag insbesondere daran, weil Domi so fasziniert davon war, dass zwei Leute mit blauen Augen in einem Blauen Bus anreisen. Außerdem noch interessant war die Art, wie Malör (die ja eigentlich Maleen heißt) ihr Bier trank. Die beiden passten also ziemlich gut zu unserer Truppe.
Mike und Loggo hatten dann die glorreiche Idee, die Bänder holen und dann auch gleich noch Schwimmen zu gehen (mal wieder). Im Endeffekt sind wir dann, ich schätze mal, zu viert los. Loggo, Mike, Flo und ich. Mit dem Unterschied, dass ich diesmal die Waldwege schon kannte.Der Rest: Same Procedure as every Year James. Nur dass ich nachdem ich mit einem Haufen Slowenen geredet hatte vor zum (noch geschlossenen) Festival Areal bin und mit noch viel mehr Slowenen geredet habe. Unter anderem darüber, dass Union ein Scheiß Bier ist. Diese Tatsache, und die Tatsache, dass Lashko viel besser war, hatte ich ja schon am letzten Metal Camp gelernt. Auf dem Weg zurück hab ich übrigens auch den Freund-von-der-Anja Stefan getroffen, der mir den Weg zu ihrem Zeltplatz beschrieben hat, den ich aber nicht gefunden habe. Stattdessen habe ich Container Duschen gefunden und noch ein paar Österreicher. Danach bin wieder zurück in unser eigenes Camp. Dabei folgte ich einem hellen, blauen Licht am Horizont. Zurück bei uns hab ich dann noch was neues gefunden. Nämlich Anja. Was dann folgte? Natürlich noch ein bisschen mehr trinken.Und Flo mit Mike Raufereien. Und Mike mit Dave Raufereien. Und überhaupt Raufereien. Mir ist es, als spürte ich immer noch die last unzähliger Kollegen und Loggo auf mir. Die Fähigkeit des Atmen könnens lernen wir eben erst zu schätzen, wenn wir sie verlieren. Wie lange der Abend noch andauerte kann nicht genau eruiert werden. Bestätigt ist nur die Tatsache, dass Fotodokumente bis ca. 01:07 existieren. Und was ich noch aus den EXIFs der Fotos lesen kann, ist, dass ich ziemlich unkontrolliert durch die Gegend fotografiert habe. Und alles auf ISO 50.
So, des war er also, der erste Tag frei aus meinen Erinnerungen. Korrigierts mi bitte, wenn i wos vergessen hab. Mit dem Link unter dem Text kann jeder Kommentare dazua schreiben. Mochts des bitte!

Hell is over

So, wir sind wieder im Lande. Und geil war’s Metal Camp! Schade nur, dass ich das Kolsassberger Schlossfest deswegen versäumt habe. Aber da kann ma nix machen. Dafür war mein Bruder stellvertretend vor Ort und hat sogar ein paar Fotos gemacht. Ich in Slowenien übrigens auch. Die werde ich in den nächsten Tagen mal sortieren und dann online bringen. Und der Bericht sollte auch bald folgen.
Und essts fleissig Geländekecks beim Schochtlwiat. Aber aufpassen dass koa Herzfock kriagts.

Nova Rock ’06 – Day 5

Schweren Herzens öffnete ich an diesem Morgen den Reißverschlus der Schlafkabine, denn ich wusste, was mich da draußen erwartete: Das Ende des Nova Rock 2006, ein Campingplatz, geprägt von Aufbruchsstimmung.
Und meine Vorahnung traf relativ gut zu. Unsere Nachbarn waren alle schon aufgebrochen, und auch das eigene Lager war ziemlich geschrumpft. Dani und sein Trupp, und auch Stephi, Biggie und Flo hatten schon so ziemlich alles zusammengepackt.

Unsere Gruppe war ihnen ein wenig hinterher, was aber nichts machte, da wir sowieso alle in getrennten Fahrzeugen am weg waren. So verabschiedeten wir uns also, und ließen sie ziehen.
Kurz nach 10 Uhr hatten wir es dann auch endlich geschafft, unser Zeug zusammenzupacken. So nahm jeder, was er zu tragen vermochte und wir zogen los. Vorbei an zurückgelassenen Zelten, umgeworfenen Dixi Klos und dem riesigen Müllberg an der Sammelstelle.

An unserem Auto angekommen bemerkten wir dann zuerst einmal, dass wir doch relativ viel zurückgelassen hatten. Nämlich zwei Paletten Radler, eine Palette Zipfer und ein Tragerl stilles Wasser. Naja, kann ma nix machn. Vorbei is vorbei. Aber immerhin hatten wir für die Heimfahrt genug zu trinken (das Wasser meine ich, was denkt ihr denn).
Kaum losgefahren standen wir dann auch schon wieder in einem Stau. Gut, ist nur logisch, dass es beim Heimfahren auf dem Parkplatz ein bisschen staut. Lustig war nur, dass auf einmal Flo daherkam, der eigentlich schon viel früher aufgebrochen war. Ungünstige Stelle am Platz, blöd gelaufen. Die Kolonne vor uns bewegte sich dann aber relativ schnell weiter und so waren wir schon nach kurzer Zeit auf der Autobahn in Richtung Heimat.
Wie wir dann etwas später erfuhren, hatte unsere einstmalige Vorhut: Stephi, Biggie und Flo nicht so viel Glück. Genauer gesagt hatten sie sogar eine Panne, die ihnen eine weiter Nacht im schönen Burgenland bescherte. Genauer gesagt in Neusiedl am See. Eine nette Ansichtskarte haben sie auch geschickt: Karte von Biggie, Flo und Stephi.
So endete das Nova Rock 2006. Für die einen früher, für die anderen später. Schade, dass es schon vorbei ist!

Nova Rock ’06 – Day 4

Unser vierter Tag am Nova Rock begann eigentlich so wie der dritte aufgehört hatte. Mit Bacci Cola und Bier.
Nur mit einem Unterschied: Ihr erinnert euch noch an die Anfahrt und an das Mädel im Stau, die mich gegrüßt hat? Nun es wird Zeit, den Schleier zu lüften. Es war Resi. Jene Resi aus Tirol, die es vorzog, in einem anderen Teil Österreichs zu studieren. Sie hatte über die Gahr Martina vom Flo die Telefonnummer erfragt, und sich dann zusammengerufen. Und jetzt saß sie, nachdem sie die Nacht durchgemacht hatte, in unserem Camp und trank mit uns. Ein wenig beleidigt war sie auch, weil ich sie nicht erkannt hatte.

Im laufe dieses Treibens gesellte sich dann auch Biba zu uns. Unser Nachbar rechterhand, der mit der Gitarre. Und das, wo er sich doch Sorgen machen musste, weil wir schon die ganze Zeit mit Slogans zum ausgiebigen Verzehr von dämmebauenden Pelztierchen mit flachem Schwanz aufriefen.
Die Tatsache, dass nun eine Gitarre vor Ort war, weckte auch gleich die Lust zum Singen. Auch wenn “Walk the Line” nicht so gut funktionierte. Aber nett wars doch.
Und dann kam wieder was, das mich ziemlich überraschte. Als ich mich nämlich zu Sabrina und den anderen ausserhalb der Campinsessel setzte, war dort ein Mädel, das meinte, ich sollte sie eigentlich noch kennen. Ich dachte mir: Nichts ungewöhnliches, dass ich auf dem Festival die eine oder andere Person vergesse, die ich getroffen habe, bei der Menge an Leuten. Aber nein. Nicht vom Festival hätte ich sie kennen sollen, sondern vom Titty. Da war sie nämlich mal einen Probeabend Barkeeperin. Gut, da ist es mir dann auch wieder eingefallen, hätte aber nie damit gerechnet, dass ich ausgerechnet sie im Burgenland wiedertreffe. Ach ja, ihr Name ist übrigens “Tine”, glaub ich jedenfalls. Aber wisst’s jo eh, mei Gedächtnis.

Stephi hatte die vorhergegangene Nacht zusammen mit Biggie durchgemacht und hatte sich erst gegen 8 Uhr früh zur Ruhe begeben. Das sah man ihr dann, als sie sich so gegen 11 wieder zur Gruppe gesellte, auch ein wenig an.
Joe, Dominik und Dave begannen dann zu packen, weil sie gleich nach Guns N’ Roses aufbrechen wollten. Wir anderen vertrieben uns die Zeit weiter mit Bacci und Bier. Das machten wir so ungefähr bis Fünf. Unter anderem auch bei der Salzburg/Holland Fraktion schräg hinter uns.

Dann war es an der Zeit, das Gelände zwecks Apocalyptica aufzusuchen. Und nun ratet mal, wo ich dann zuerst landete.

Jepp, wieder mal bei der Brazil Bar. Für Apocalyptica wollte ich nicht in die Menge, da ich da ja jetzt nicht so ein Fan davon bin. War aber – das muß ich zugeben – eine gute Show.
Ach ja, und eine nette Fotografin habe ich getroffen:

Und dann kam Oomph! Und ich bin in die Menge. Stimmung war super. Der Sänger ist sogar ein paar mal Crowdsurfen gegangen. Und sogar mir hats gefallen, obwohl ich nicht so viele Songs gekannt habe. Wundert mich eigentlich. Waren die so neu, so alt oder wars einfach nur Zufall? Na, wie dem auch sei, geiles Konzert.

Nach dem Konzert sind wir dann einen Sprung zurück zur Brazil Bar und dann gleich wieder in die Menge. Zur Bloodhound Gang. Haben mir übrigens auch ganz gut gefallen. Bis auf die blöden Sprüche auf den Videowalls. Die haben absolut nicht gepasst. Und wenn, dann bitte wenigstens auf Englisch und nicht auf Deutsch.

Was zweifellos auch einige ein wenig verstört haben könnte, war die Tatsache, dass die Jungs offensichtlich eine ziemlich lockere Einstellung bezüglich urinierens in der Öffentlichkeit pflegen (Vorsicht: urinieren, nicht onanieren). Auf jeden Fall hat der Bassist selbiges auf den Kopf und in die Mütze von Jimmy Pop vollzogen (Nochmal: urinieren, das andere hätte höchst warscheinlich zu lange gedauert). Aber das mit dem Bier Bong voll Jägermeister war ganz lustig. Obwohl ich starke Zweifel daran habe, dass es wirklich Jägermeister war, denn das Spielen eines Instruments oder auch nur das Aufrechterhalten des eigenen Gleichgewichts stelle ich mir nach so einer Dosis etwas schwierig vor. Aber alles in allem eine gelungene Vorstellung. Und sie hatten das Publikum fest im Griff.

Auf die Jungs aus Philadelphia folgten die Jungs aus Los Angeles, Tool. Die haben mich aber weniger interessiert, weshalb ich die Zeit nutzte, um wieder mal die Gegend zu erkunden, betrunkene Typen zu fotographieren und natürlich um an der Brazil Bar noch etwas zu trinken und nebenbei die dort befindlichen Mädels ebenfalls zu fotographieren.

Und natürlich habe ich nicht alleine getrunken.

Ehe man sich’s versah, war’s dann auch schon Zeit für Guns N’Roses, also hieß es rein in die Menge und abrocken. Das haben wir dann auch getan, obwohl ich gegen Ende hin doch schwer mit der angesammelten Müdigkeit zu kämpfen hatte. Trotzdem ein geniales Konzert. Insbesondere November Rain. Und der Axl hat sich verändert, ich hätt ihn fast nicht erkannt (wenn er nicht gesungen hätte). Und natürlich haben sie einen Hit nach dem anderen gebracht, die Menge ausser sich.

Nach dem Konzert kam dann das große Abschlussfeuerwerk. Obwohl es zuerst gar nicht so groß aussah. Ich hätte euch gerne ein paar Impressionen daraus geliefert, aber ein Feuerwerk mit meiner Kamera und ohne Stativ, ohne freiem Speicherplatz und mit leerem Akku, das hätte nicht so funktioniert.

Nova Rock ’06 – Day 3

Die zweite Nacht am Nova Rock brachte mir und auch ein paar anderen von uns endlich den Schlaf, der uns am Vortag verwährt geblieben war. Doch wie schon bei so vielen Festivals zuvor, war es die Sonne, die uns mit ihrem Lächeln schon sehr früh aus den Federn holte (aus den Säcken klingt blöd). Es war so um 10 Uhr herum, als ich die wohlig warmen 40°C meiner Schlafkabine verließ, und mich zwecks Brandbekämpfung sofort auf die nächste Flasche Wasser stürzte. Nun, eigentlich hab ich mich mehr gerollt, aber lassen wir das.
An dieser Stelle sei nochmals bemerkt, dass stilles Wasser in so einem Fall von Vorteil gewesen wäre, wenn man welches gehabt hätte.
Auf jeden Fall war der Großteil unserer illustren Gruppe bereits auf den Beinen (Stühlen) und gab sich den festivaltechnischen Morgenritualen hin. In diesem Fall Radler und Bier.
Etwas später gesellte ich mich dann zu unseren Nachbarn von vis a vis über der “Straße”, ihres Zeichens Bundesheerala, bei denen auch schon Flo saß. Und i muss echt sagen: De waren eigentlich durchwegs nett und freindlich! Hätt i nit erwartet, bei Soldaten ;-).
Am Nachmittag besuchten gesellten sich dann wieder Julia, Isa und Riley zu uns. Ach ja, und unsere Floristin die Sabrina. Und was gabs dann? Trinkhorn Bacci!

So saßen wir also, redeten Blödsinn und Tranken Bacci. Und dann passierte eines der großen Highlights des Festivals: Anja tauchte plötztlich aus den Nichts auf. Des nenn i eine Überraschung! Und nach der Begrüßung beschwerte sie sich zuallererst über den schlechten Zustand ihres Freundeskreises, den sie mir doch damals, als sie ging, zu treuen Händen übergeben hatte. Unter anderem betraf das auch ihren Ex Freund, der zu dieser Zeit friedlich hinter den Stühlen lag und im Sud dahindöste. Es wurde dann noch eine zeitlang geredet und getrunken, bis Anja und Stefan entschieden, dass sie nun zu “Gogol Bordello” auf der Red Stage müssten. Ich beschloss dann mitzukommen, blieb aber am Weg bei ein paar freundlichen Leuten mit Bier hängen, und nachdem ich die dann verlassen hatte gleich wieder bei freundlichen Leuten mit Bier. Die hatten aber zudem auch noch einen Fernseher mit dabei, für Fußball.

Schlußendlich landete ich dann doch irgendwie bei der Red Stage. War übrigens mein erster Besuch dort. Deswegen hab ich dann auch gleich ein Panorama geschossen.
panorama_red_stage
Ich bin dann gleich runter in die Menge und hab mich dort ein wenig nach Anja und Stefan umgesehen. Ohne Erfolg natürlich! Aber dafür hab ich andere Leute getroffen. Unter anderem zwei Sanis beim Wasser verteilen.


Super Sache das. Muss schon einmal gesagt werden!
Nach einem kleinen Streifzug durch die Runde, der wieder ein paar Fotos abgab, bin ich dann zur Blue Stage los. Und lacht jetzt nicht, zuerst hab ich den Durchgang gar nicht gefunden. Auf dem Weg zur Blue Stage hab ich dann noch drei freundliche Typen getroffen und auch prompt fotographiert.

Am Blue Stage Areal bin ich dann noch ein wenig herumgestreunt, hab beim Cooler vorbeigeschaut und dann in das Partyzelt. Und wen hab ich da getroffen? Den Flipse und in Mike. De wollten, glaub ich, des Spiel anschauen. Bedauerlicherweise (i war soooo traurig :'( ) gabs nur Ton. Aber das war wurscht, weil’s sowieso nicht mehr lange war, bis zum Live Konzert (die Band “Live”). Und das wollten wir uns alle nicht entgehen lassen.
Ich bin dann auch ziemlich bald nach vorne und hab gehofft, dass ich meinen Wodka Lemmon noch fertigbekomme, bevor das Konzert startet.
Das bringt mich auf was: Ich hab auf diesem Festival eine beachtliche Anzahl an Wodka Lemmon getrunken (und das bei 7 €/Stk, ich Trottel, aber nur die wenigsten davon in den Berichten erwähnt. Ihr könnt euch aber immer dann, wenn ich im Bericht am Festival Areal bin, einen Wodka Lemmon dazudenken. Das dürfte es ziemlich genau treffen.
Ich bin dann in den vorderen Wellenbrecherbereich um bessere Bilder zu bekommen. Und wen traf ich da? Maggo und Anna! Ja, genau den Maggo, der im Stau immer den Kontakt aufrechterhalten hat, den ich aber am Festival bisher noch nie zu Gesicht bekommen hatte.

Live waren übrigens grandios. Und nicht nur bei Lightning Crashes war die Menge voll dabei. Genial einfach. Schade dass ich dort nichts gefilmt habe.
Auf jeden Fall bin ich dann zur Red Stage aufgebrochen um Subway to Sally nicht zu versäumen. Und ich hab’s auch ziemlich pünktlich geschafft. Ich weiß den ersten Song leider nicht mehr, aber aufgrund der großen Menge an “Kunstschnee” tippe ich mal auf “Schneekönigin”.

Auf jeden Fall wars ein geiles Konzert! Trotz der ganzen neuen Songs, die mir eigentlich nicht so wirklich zusagen. Irgendwann dann, ich weiß den Song leider nicht mehr, hab ich mich dann auch nicht mehr zurückhalten können, trotz Sorge um meine Kamera, und hab mich zu der pogenden Menge gesellt. Diesmal sogar ohne Verletzungen überstanden. Und meine Kamera hat schließlich schon Metal Camp überlebt.
Lustig war auch, dass in den Pausen zwischen den Songs vom Publikum immer lautstark “Julia und die Räuber” gesungen wurde. Wissts eh: Blut, Blut, Räuber saufen Blut…
Und jetzt wo ich drüber nachdenke, könnte es sogar Julia und die Räuber gewesen sein, bei dem ich pogen bin. Aber ohne Gewehr! Das darf man ja nicht mit aufs Areal nehmen ;-). Jedenfalls haben sie’s ganz zum Schluß als Zugabe gespielt.
subway_julia
Und die Stimmung war grandios. Immer noch singend sind die Leute dann nach dem Ende vom Konzert aufgebrochen. Ich glaub, ich hab sogar “Traum vom Tod” angeführt. Und eines kann ich sagen: So wie bei Subway hat meine Stimme bei keiner anderen Band am Nova Rock gelitten.
Jedenfalls ging’s wieder runter zur Blue. Placebo. Eine Band die mir eigentlich nicht so schlecht gefällt, aber diesmal hab ich irgendwie nicht hineingefunden. Ich hab diesmal auch die wenigsten Lieder gekannt, weswegen ich nach einem kurzen Abstecher ist Partyzelt zurück zu unserem Camp bin.
Dort erwarteten mich bereits die Brüada, da Mike und unsere 3 Mädels. Und eins muss ich sagen: So ruhig wie Riley untertags ist, so aufgeweckt ist sie Nachts. Nachtaktiv eben. Es wurde also wieder mal getrunken, blöd geredet und gelacht.

Nova Rock ’06 – Day 2

Unser zweiter Tag am Nova Rock begann also eigentlich noch bevor der erste endete. Deshalb werden wir hier einen fließenden Übergang versuchen. In der Gesellschaft unserer neu entdeckten Nachbarn und unserer schon früher angekommenen Kollegen wurde also der Erste Tag begonnen. Mit Bier und Cola Rum. Mich wundert echt, wie die beiden Mädels neben uns, die in den Wirren der Nacht aufgegeben hatten ihr Zelt aufzubauen und einfach nur auf der Plane schliefen, auch nur ein Auge zugebracht haben.

Gegen halb Sechs Uhr früh entschied sich dann unsere sehr betrunkene Menge zu einer Improvisierten Flaggenparade (der Mast stand zu diesem Zeitpunkt noch nicht). Das Bild dazu ist übrigens ein Link aufs Video.

Und keine 10 Minuten später regte sich in uns auch schon der Drang, den Mast aufzustellen. Nachdem die Idee, unsere Nachbarinnen damit zu pfählen schon im Ansatz wieder verworfen wurde, beschlossen wir, eine lose Schlaufe vom Zelt eines anderen Nachbarn zu damit zu fixieren.

Besagter Nachbar war Joe, den wir aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht kannten. Kennengelernt haben wir ihn dann erst, als der Mastspieß eingeschlagen war, und Joe, wahrscheinlich aufgrund des Lärms, den das Einschlagen eines Pfostens mit sich bringt, aufgewacht war, und sich ein wenig über den Einschlagsort erregte. Daraufhin beschlossen wir, den Spieß doch zu versetzen.
Ich machte mich dann erst mal daran, die Nachbarschaft zu erkunden. Bei meiner Rückkehr war dann schon das Partyzelt von Dani aufgestellt. Ich sage euch, das hat uns und unseren Nachbarn das Leben gerettet. Schatten ist schon was schönes.
Dann kochten wir uns was feines zu Mittag: Bacci Cola. Den dafür notwendigen Bacci hatten Dani und Co sinnigerweise in Benzinkanistern mitgebracht. Und natürlich wurde er standesgemäß aus einem Campingtopf getrunken, wegen der Temperatur, die er hatte. Das kochen stimmte also wirklich fast.

Unsere Gesellschaft bestand zu der Zeit aus unseren Leuten, aus Joe, Dave und Dominik, und aus den drei Mädels die da heißen Julia, Isa (hoff ich) und Riley, obwohl die Riley auch Julia heißt.
Als wir dann genügend mittaggetrunken hatten, brachen wir zum Festival Areal auf, wo ich mir auch gleich ein Shirt gekauft hab, so als Andenken. Und dann ging’s ein paar Runden durch die Menge und zur Brasil Bar. Der Wodka Lemmon, den es dort gab, sollte mich ab sofort für den Rest des Nova Rock begleiten.
Was noch erwähnenswert war, ist der Cooler, der warscheinlich Memphis Cooler heißen wird (ich kenn ihn nur von Drum). An dieser Stelle hier gleich Kritik: Das mit dem Gardena Bewässerungssystem war schon arg billig. Das sollte schon ein wenig massiver sein. Metall Rohre und Düsen. Und feiner zerstäuben, so wie beim Drum Cooler. Aber erfrischend wars doch, und das Am-Cooler-herumsteh-Mädel war auch liab.

Ich bin dann weg vom Gelände, zur Bänderausgabe, zwecks Fotodokumentation. Bei dieser Gelegenheit hat sich Flo dann gleich mit den dort befindlichen Polizisten fotografieren lassen.

Danach habe ich eine ausgiebige Fototour durch den Campingplatz gemacht und eine Security genervt, die keine Studentin war (zur Erklärung: Alle anderen, am Festival arbeitenden Mädels, die ich bis dahin getroffen hatte, waren Studentinnen).

Irgendwann nach dieser Tour, bin ich dann wieder zurück zu unserem Camp, wo Flo mittlerweile auf sehr unvorteilhafte Art und Weise vor seinem Zelt schlief. Lange hat’s mich dort aber nicht gehalten. Ich musste nämlich zu Alter Bridge. Auf dem Weg habe ein Panorama geschossen, das allerdings ein wenig schief aus der Wäsche schaut.
panorama_blue_eingang
(PS: Seht den alleinstehenden Fuß bitte als Hommage an Monkey Island und nicht als Fehler beim Stitchen)
Ab da bin ich dann unten am Gelände geblieben, habe mit den Kollegen getrunken, Leute fotographiert und Bands geschaut. Metallica haben eine Mords Show gemacht. Überhaupt für ein Festival. Hinter der Bühne hatten sie eine riesige Videowall aufgebaut und ein bisschen Pyrotechnik gab’s auch. Nach dem Konzert fühlte ich mich dann nicht mehr in der Lage, irgendetwas zu unternehmen und kehrte deshalb in unser Camp zurück. Zu meiner Überraschung fand ich dort Mike, komplett angezogen und halb im Schlafzelt liegend. Ich hab ihn dann mal einfach nicht geweckt und bin selbst zu Schlafsack gegangen.
Irgendwann ist er aber dann doch aufgewacht. Möglicherweise lag es an unseren Salzburg/Holland Nachbarn, die zusammen mit Domi und Flo einen ziemlichen Krach machten.
Dies war die Geburtsstunde eines Slogans, der in seiner Logik und Genialität kaum zu übertreffen war. Was zuerst ganz harmlos mit “48 Stunden Ziehharmonika spielen in einer Felswand, ohne Pause” begann, endete bei “Der Wald stirbt! Esst mehr Biber!”. Und das sollte es auch sein, was wir fortan propagieren würden.

Nova Rock ’06 – Day 1

Vier Uhr Nachmittags war’s, als wir am Mittwoch vom Interspar in Schwaz aufbrachen. Schnell noch bei der Jet getankt und dann rauf auf die Autobahn. Schon jetzt hatten wir zwei Stunden Verspätung. Unsere Vorhut (Stephi, Flo und Biggie) war schon ein paar Stunden früher, um 10 Uhr Vormittags gestartet.
Mitten im Deutschen Eck rief mich dann spontan Maggo an, und berichtete mir, dass sie erstens auch zum Nova Rock fuhren und zweitens ca. eine Halbe Stunde vor uns in Salzburg im Stau standen. Den Stau haben wir aber gottseidank relativ schnell überwunden, und dann ging’s ziemlich lange gut. Bis Wien. Da staute es nämlich ganz ansehlich. Kein Wunder, wir hatten es von der Zeit her genau in den Feierabendverkehr geschafft! Toll :-/! Aber auch dieser Stau ging vorbei und wir landeten auf der Autobahn Richtung Nickelsdorf. Maggo meldete mir einen mords Stau vor der Autobahnabfahrt zum Festival, was uns dazu bewog, eine Ausfahrt vorher zu nehmen und uns über die Dörfer durchzuschlagen. An und für sich eine gute Idee. Nur hatten die auch schon ein paar andere vor uns gehabt. So standen wir dann so gegen 22 Uhr abermals im Stau. Und das 500m vor Nickelsdorf.

Und da hatten wir spontan alle den Einfall, dass es nun an der Zeit wäre, ein wenig von unserem Vorrat an Dosenbier zu naschen. Mike, der das Privileg des Vetos beim Bierkonsum besaß, weil er der Fahrer war, gab glücklicherweise nach und gewährte es uns. So schlenderten wir, bewaffnet mit Bier, die Autoreihen ab, trafen auf Musiker, frustrierte, betrunkene und Leute, die trotz des Staus ihre Stimmung auf einem ultimativ hohen Level hielten und aus voller Kehle sangen. Und dann, nach warscheinlich einer Stunden ging’s endlich weiter. Immer wieder kamen wir bei Anreisenden vorbei, die sich aufgrund der mangelnden Hoffnung auf Vorwärtskommen schon häuslich am Straßenrand eingerichtet hatten. Da taten mir die Einwohner von Nickelsdorf echt leid. Wir selbst ließen besagtes Dorf dann relativ schnell hinter uns. Weit ging’s zwar nicht, aber immerhin hatten wir beim nächsten Halt ein Ziel vor Augen: Die Autobahnabfahrt zum Festival, die man in der Ferne sehen konnte. Das war zweifellos unser Ziel. Jedenfall sprach die Kolonne von roten Rücklichtern, die sich in einer langgezogenen Rechtskurve dorthin schlängelte dafür. Die Autos wurden dort im Reißverschlußprinzip wechselweise von der Dorfstraße und der Autobahn durchgelassen, wodurch es immer wieder stückchenweise weiterging.
Unter anderem hatten wir, während wir dort warteten, interessante Diskussionen über die Himmelsrichtung und dem wahrscheinlichen Standort des Festivals mit den Mädels im Auto vor uns. Was mich aber am meisten überraschte, war, dass ich ein paar Autos hinter uns, aus einem nicht tiroler Auto mit “Hey Wopfi” begrüsst wurde. Das hat mich dann doch ein wenig verwundert. Und der Name der grüßenden Person wollte mir auch partou nicht einfallen… Sollte aber noch kommen.
Maggo teilte uns dann irgendwann so gegen Zwei Uhr, als wir auf der Brücke der Autobahnauffahrt waren, mit, dass ihr Trupp jetzt angekommen war und sie einen Zeltplatz suchten. Bei uns dauerte es noch, bis wir den Bus endlich am Parkplatz abstellten. Nun wurde erst einmal Stephi kontaktiert und die nähere Vorgehensweise besprochen. Dann packten wir das notwendigste zusammen und starteten richtung Eingang. Des wor a ziemlich broata Weg. Aber zu diesem Zeitpunkt hatten wir noch keine Ahnung, wie breit der Weg noch werden sollte. Die Bänder waren ziemlich bald organisiert und auch Stephi war schnell gefunden. Nur Domi hatte kleinere Probleme, seinen Gaskocher durch die Securities zu bringen. Also starteten wir erst mal mit Biggie in Richtung Zelt, und Stephi wartete bei Domi und diskutierte mit den Aufpassern. Und scheiße, war das ein weiter Weg. Ich würd mal schätzen ein Kilometer oder sogar noch länger. Wohlgemerkt, nur vom Eingang bis zum Zelt! Nach anfänglichen Orientierungsproblemen landeten wir schlußendlich dann in unserem Camp. Aber einmal hieß es noch zurück zum Auto, den Rest von unserem Zeug holen. Danach waren wir echt fertig!

Und als sich langsam die Dämmerung am Horizont zeigte, saßen wir endlich alle in unseren Campingstühlen und tranken das erste Bier des Nova Rock 2006. Anreisedauer: 12 Stunden. Und des Bier war sauguat!

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So, das Nova Rock ist auch überstanden. War ein geiles Festival! Und das Wetter hat super gepasst. Mit dem kleinen Manko, dass ab 7 Uhr früh im Zelt so eine Hitze war, dass man kein Auge mehr zugebracht hat (ausser man war Mike). Und der Campingplatz war riesig!
Lustig war der Start. Nachdem wir so um die zwei Stunden vor Nickelsdorf im Stau gestanden sind, hatten wir so gegen 4 Uhr dann endlich unseren ganzen Krempel am Zeltplatz. Des war eine Scheiß schlepperei. Des waren leicht zwei bis drei Kilometer zum gehen!
Fotos werd ich warscheinlich im Laufe des morgigen Tages online bringen. Und der Bericht kimmt dann ein wenig später.